Rezension zu „Jeder ist beziehungsfähig“ von Stefanie Stahl

Klappentext:
Als „Generation beziehungsunfähig“ sind sie gerade in aller Munde – Menschen, deren Beziehungen immer wieder an der Angst vor Nähe und Intimität scheitern. Jeder ist beziehungsfähig, sagt dagegen Stefanie Stahl, Deutschlands führende Expertin für Bindungsangst. Die Allermeisten von uns haben das Potenzial, mit einem Partner glücklich zu werden. Denn eine erfüllte Liebesbeziehung ist kein Zufall, sondern eine Frage der inneren Einstellung. Zentral dabei ist es, den Selbstwert zu stärken sowie die Balance zwischen Anpassung und Selbstbehauptung zu finden. Wenn wir diese Mechanismen verstehen, müssen wir nicht mehr darauf warten, dass sich der Partner verändert oder Mr oder Mrs Right anklopft, sondern können unsere Partnerschaften aktiv gestalten.

Über die Autorin:
Stefanie Stahl ist Diplom-Psychologin und arbeitet in freier Praxis in Trier. Im deutschsprachigen Raum hält sie regelmäßig Seminare zu Bindungsangst, Liebe und Selbstwertgefühl. Mit ihren Büchern wie „Das Kind in dir muss Heimat finden“ oder „Vom Jein zum Ja“ erreicht sie eine riesige Leserschaft. Die Autorin ist eine häufig angefragte Expertin in Presse und Medien.

Rezension:
Nachdem ich „Das Kind in dir muss Heimat finden“ regelrecht verschlungen habe, und total begeistert von dem Ansatz/der Theorie der Autorin war, hatte ich sehr hohe Erwartungen an „Jeder ist beziehungsfähig“. Mir selbst ist in letzter Zeit in meinem Freundeskreis aufgefallen, das dieses Thema in Zeiten von Internetdating und dem Streben nach Freiheit und Unverbindlichkeit wirklich Berechtigung hat.

Das vorliegende Buch ist selbstständig gut lesbar, es ist also nicht nötig, andere Werke der Autorin gelesen zu haben, um die aufgeführten Konzepte und Darstellungen zu verstehen. Vielseitige Übungen und Beispiele helfen einerseits beim theoretischen Verständnis der Materie, bringen dem Leser zusätzlich Informationen über die eigenen Verhaltensweisen in bestimmten Situationen und lassen das eigene Handeln reflektieren. Dies hat mir sehr gut gefallen, weil ich persönlich nie in dieser Genauigkeit mein Verhalten betrachtet habe und mir sind wirklich Schuppen von den Augen gefallen und ich habe verstanden, warum ich mich in manchen Situationen auf gewisse Art verhalte und wie ich mich anderweitig verhalten kann. Somit wurden mir Hintergründe aufgezeigt, die ich vorher nicht wahrgenommen habe, wofür ich sehr dankbar bin. Gerade am Anfang einer neuen Beziehung ist es wichtig, die eigenen „psychischen Problemzonen“ zu erkennen, um sich auf etwas einlassen zu können. Auch für Menschen in langen Beziehungen halte ich das Buch aber für sehr aufschlussreich, weil durch das Aufzeigen der verschiedenen Handlungsstrategien Verständnis füreinander geschaffen werden kann. Ein Highlight des Buches waren für mich die oben erwähnten Übungen, die graphisch sehr ansprechend aufbereitet sind sowie die Möglichkeit, auf der Homepage der Autorin einen Persönlichkeitstest zu absolvieren. Dieser Test nutzt einfache Fragen zu alltäglichen Situationen, um Charakterzüge herauszuarbeiten und Verhaltensweisen zu erklären. Mir hat der Ansatz des Buches also rundum gefallen und auch die Schreibweise war dazu passend. Stefanie Stahl hat die richtige Mischung aus wissenschaftlichem Anspruch und unterhaltender Lektüre gefunden, weswegen ich dieses Buch an jeden weiterempfehle, der grundsätzlich Interesse an psychologischen Themen hat und bereit ist, sich selbst etwas besser kennen zu lernen.

Cover:
Jeder ist beziehungsfähig

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Rezension zu „Meine Zauberweihnacht“ [Mal- & Hörbuch]

Klappentext:
Wer wünscht sich nicht eine kurze Auszeit vom Weihnachtsstress? Nehmen Sie sich Ihre Zeit, um zur Ruhe zu kommen, bringen Sie beim Malen von Weihnachtsmotiven Ihre Gedanken und Gefühle in Einklang und lassen Sie sich durch besinnliche Geschichten und Gedichte kreativ inspirieren. Bekannte Autoren erzählen von der Vorfreude im Advent, von magischen Winternächten, von Glockenklang, Kerzenschein und Lebkuchenduft.

Rezension:
Passend zu der unmittelbar bevorstehenden Weihnachtszeit möchte ich euch heute ein Mal- und Hörbuch vorstellen. Im September hatte ich euch schon einen anderen Teil dieser „Reihe“ gezeigt, und zwar „Mein Zaubergarten“.  Das Konzept ist wieder ähnlich – so sind in diesem tollen Set 10 weihnachtliche Ausmalvorlagen sowie 18 Geschichten für die (Vor-)Weihnachtszeit enthalten. Mich hat das Malen und Hören tatsächlich schon richtig in Weihnachtsstimmung versetzt, wobei ich mir 3 Malvorlagen für verschneite Wintertage aufgehoben habe. Auszumalen und die Geschichten zu hören, während es draußen schneit und eine Kerze brennt, stelle ich mir sehr besinnlich vor und darauf freue ich mich schon richtig. Die Motive sind vielfältig und sehr detailliert gestaltet, dass auf den ersten Blick die Liebe zu den Motiven und zur Weihnachtszeit sichtbar wird, was mir sehr passend erscheint. Die Rückseiten der Ausmalvorlagen sind als Postkarten gestaltet und haben eine ähnliche Größe, sodass die Möglichkeit besteht, die eigenen Kunstwerke als weihnachtliche Grüße zu versenden. Da freut sich bestimmt nicht nur die Oma, sondern auch die beste Freundin.

Die Mappe, in der die Malvorlagen sowie die CD enthalten ist, wirkt hochwertig und ist farblich passend zur Weihnachtszeit gestaltet. Da die Seiten mit den Ausmalmotiven lose sind, ist es sehr geschickt, dass man die Mappe hat, in der man sie aufbewahren kann. Die Audiodateien auf der CD haben eine Gesamtlänge von einer Stunde und 15 Minuten, sodass man sie auch beim Plätzchenbacken oder bei anderen Tätigkeiten sehr gut nebenbei hören kann. Enthalten sind sowohl Werke von bekannteren Autoren wie Theodor Fontane, Joachim Ringelnatz und Wilhelm Busch, aber auch Autoren und Werke, die mir unbekannt waren. Ebenso wie bei „Mein Zaubergarten“ sind die Erzählstimmen angenehm und passend zum Inhalt der Erzählungen gewählt, sodass eine gemütliche Atmosphäre entsteht, die Raum für Kreativität beim Ausmalen schafft.

Von mir gibt es somit eine klare Empfehlung, egal ob für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene – durch dieses Mal- und Hörbuch kommt einfach jeder in Weihnachtsstimmung.

Inhalt der CD:
– Ansage
– Noch ist Herbst nicht ganz entflohn (Theodor Fontane)
– Weihnachten (Herman Bang)
– Weihnachten (Joachim Ringelnatz)
– Christkindl-Ahnung im Advent (Ludwig Thoma)
– Die Meise (Wilhelm Busch)
– Wie der alte Christian Weihnachten feierte (Paula Dehmel)
– Des armen Mannes Weihnachtsbaum (Theodor Fontane)
– Durch stille Dämmrung (Richard Dehmel)
– Es wird Weihnachten! (Theodor Fontane)
– Schenken (Joachim Ringelnatz)
– Am kürzesten Tag (Agnes Sapper)
– Weihnachten (Adalbert Stifter)
– Die heilige Weihnachtszeit (Peter Rosegger)
– Weihnachten (Joseph von Eichendorff)
– Der Stern der Mitte (Paula Dehmel)
– Einsam am heiligen Abend (Hermann Bang)
– Mit den Tannenbäumen fing es an / Ein Weihnachtsengel (Walter Benjamin)
– Sylvester (Cäsar Flaischlen)

Cover:
Meine Zauberweihnacht

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Rezension zu „Wir werden glücklich sein“ von Aurélie Silvestre

Klappentext:
Am 13. November 2015 nimmt der Terror Aurélie Silvestre ihre große Liebe. Doch Aurélie lebt weiter, denn sie erwartet ihr zweites Kind. In ihrem bewegenden Bericht erzählt sie von der Trauer um Matthieu in jenem Herbst bis hin zur Geburt ihrer Tochter im darauffolgenden Frühjahr. Voller Kraft und Klarheit setzt sie dem Verlust ihren Lebenswillen und ihre Hoffnung entgegen.

Über die Autorin:
Aurélie Silvestre, geboren 1981, wuchs in den französischen Alpen auf und lebt heute mit ihren beiden Kindern in Paris. Sie studierte Jura in Grenoble und Kulturmanagement in La Rochelle, anschließend arbeitete sie als Pressereferentin im französischen Kulturministerium und in der Modebranche. »Wir werden glücklich sein« wurde in Frankreich zum Bestseller und löste ein großes Presseecho aus.

Rezension:
Der Grundstein der Autobiographie liegt in dem Terroranschlag, der am 13.11.2015 in Paris verübt wurde. Bei dem islamistisch motivierten Anschlag auf einem Konzert einer Amerikanischen Rockband haben mehrere Menschen ihr Leben verloren. Einer von ihnen war Matthieu, der Ehemann von Aurélie. Sie war schwanger und ist mit ihrem Sohn zu Hause geblieben, während Matthieu das Konzert besuchte. Vor dem Anschlag hatte Aurélie noch eine Textnachricht von ihrem Ehemann erhalten, in den Stunden nach dem Attentat war sie besorgt, hat aber nicht die Hoffnung aufgegeben, dass ihr Mann unversehrt geblieben ist. Erst einen Tag später erhielt Aurélie die traurige Gewissheit, dass auch ihr Matthieu unter den Opfern des Anschlags war.

Diesen Schicksalsschlag hat die Autorin als Anlass genommen, um das vorliegende Buch zu schreiben. Daran beschreibt sie die Zeit, beginnend mit dem Verlust ihres Ehemannes, über die Geburt der gemeinsamen Tochter und ihrem 35. Geburtstag. Bewundernd ist hierbei, der Lebensmut und die unbändige Stärke, die die Autorin ausstrahlt. Wie der Titel des Buches bereits vermittelt, hat sie sich den Leitsatz gefasst, trotz der schrecklichen Ereignisse ein glückliches Leben führen zu wollen.

Die Autorin beschreibt außerdem, wie sie ihren Mann kennengelernt hat und wie sie die erste Zeit nach dem Anschlag erlebt und bewältigt hat. Hier hat mich sehr beeindruckt und gleichsam verwundert, wie stark Aurélie mit dieser grausamen Situation umzugehen weiß – immer mit dem Ziel, für ihre beiden Kinder da zu sein und ihnen ein gutes Vorbild darzustellen. Ihre Autobiographie strahlt beim Lesen viel Mut und Kraft aus, was mich sehr fasziniert und beeindruckt hat. Ich spreche eine Leseempfehlung aus, insofern man grundsätzlich Interesse an einer Autobiographie in Verbindung mit einem heiklen Thema wie diesem hat. Mich hat die Geschichte von Aurélie und Matthieu Silvestre sehr berührt.

Cover:
Wir werden glücklich sein

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Rezension zu „Herzensmensch – Das kleine Buch der Freundschaft.“ von Melanie Wolfers

Klappentext:
Ein Buch, das man seiner besten Freundin, Lieblingsschwester oder auch der supernetten Kollegin schenken kann. Und auch eines, das man als Mann mit Stil seiner Herzensdame mitbringt. Texte über die Freundschaft, wunderbar gestaltet, in einem handschmeichlerischen Einband verpackt. Was Melanie Wolfers schreibt, hat Tiefgang und ist gleichzeitig kurzweilig zu lesen. Freundschaft in all ihren Facetten. Pures Glück. Ein Grund zur Dankbarkeit. Und zum Danke sagen.

Über die Autorin:
Dr. theol., Mag. Phil., studierte Theologie und Philosophie in Freiburg und München und arbeitete anschließend als Hochschulseelsorgerin in München. 2004 trat sie in den Orden der Salvatorianerinnen in Österreich ein. Seitdem lebt sie in Wien und engagiert sich vielfältig in der Beratungs- und Bildungsarbeit. Melanie Wolfers schöpft aus ihrer langjährigen Erfahrung als Seelsorgerin, ist Autorin höchst erfolgreicher Bücher und gefragte Referentin.

Rezension:
Dieses kleine Büchlein ist perfekt dazu geeignet, um Freunden oder anderen geliebten Menschen einfach mal Danke zu sagen – oder um sich selbst eine Freunde zu machen. Auf 160 Seiten werden in verschiedenen Zusammenhängen wunderschöne Weisheiten und Denkanstöße zum Thema Freundschaft präsentiert. Ich selbst lese gerne und häufig Zitate und Sprüche, weswegen ich befürchtet hatte, dass ich einen großen Teil der enthaltenen Weisheiten schon (zumindest in ähnlicher Form) kenne. Zu meiner Überraschung war das überhaupt nicht der Fall. Das Büchlein beinhaltet einzigartige und besondere Sprüche, die beim Lesen Freude machen, Dankbarkeit ausstrahlen und zum Nachdenken anregen. Abgedroschene oder oberflächliche Sprüche sind in dem Buch nicht zu finden, was für mich ein großer Bonuspunkt ist. Erwähnenswert ist auch die handliche Größe von ungefähr DIN A6, weswegen dieses Buch wirklich eine schöne Kleinigkeit und ein tolles Mitbringsel für besondere Menschen ist. Das Design ist sowohl beim Cover als auch auf den Innenseiten eher schlicht gehalten, sodass dieses Büchlein für alle Altersklassen bestens geeignet ist. Der Leser kann sich vollkommen auf den Inhalt konzentrieren, ohne von überladener Gestaltung abgelenkt zu werden. Meine Erwartungen von diesem tollen Büchlein wurden beim Durchschauen sogar übertroffen und ich habe mir mehrere Sprüche markiert, die mich besonders angesprochen haben. Daher bekommt es eine klare Empfehlung von mir – sowohl als Geschenk, als auch zum selbst lesen.

Cover:

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Rezension zu „Das saphirblaue Zimmer“ von Karen White, Beatriz Williams, Lauren Willig

Klappentext:
Manhattan 1945: Die junge Ärztin Kate Schuyler und ihr Patient, der verletzte Soldat Cooper Ravenal, fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Doch wer ist die Frau auf dem Bild in Coopers Amulett, die wie Kate aussieht? Als sich die beiden langsam näher kommen, finden sie heraus, dass ihre Familien seit Generationen durch ein tragisches Schicksal verbunden sind, das vor allem das Leben der Schuyler-Frauen bestimmt und seinen Anfang im »saphirblauen Zimmer« nahm. Dieses besondere Zimmer soll sich in einem großbürgerlichen Haus an der Upper East Side befinden und könnte auch Kate und Cooper vor ungeahnte Entscheidungen stellen …

Über die Autoren:
Karen White, geboren in Amerika, wuchs gemeinsam mit ihren drei Brüdern in London auf. Die Autorin, die für ihre Romane vielfach ausgezeichnet wurde, lebt inzwischen mit ihrem Mann und ihren Kindern in der Nähe von Atlanta, Georgia.

Beatriz Williams besitzt Abschlüsse der amerikanischen Universitäten Stanford und Columbia. Während sie als Beraterin in London und New York arbeitete, versteckte sie ihre Schreibversuche zunächst auf ihrem Laptop. Mit ihren Romanen, die in über ein Dutzend Sprachen übersetzt werden, eroberte sie nicht nur die Herzen ihrer Leserinnen im Sturm, sondern auch die New-York-Times-Bestsellerliste. Heute schreibt Beatriz Williams in ihrem Haus an der Küste Connecticuts, wo sie mit ihrem Mann und ihren vier Kindern lebt.

Lauren Willig, geboren in New York, schreibt Liebesromane, seit sie sechs Jahre alt ist. Sie hat einen Abschluss in Englischer Geschichte und einen Doktor in Rechtswissenschaften. Nach einem Jahr in einer New Yorker Rechtsanwaltskanzlei entschied sie sich ganz für die Schriftstellerei. In den USA ist sie mit ihrer Pink Carnation-Liebesroman-Serie bekannt geworden.

Rezension:
Der Einstieg ins Buch bildet im Jahr 1945 Kates Besuch bei einem Patienten, den sie im Rahmen ihrer Tätigkeit als Ärztin ausführt. Neben Kate gibt es noch zwei weitere Hauptfiguren: Olive, die als Dienstmädchen bei einer wohlhabenden Familie arbeitet und deren Geschichte im Jahre 1892 beginnt und Lucy, seiner Sekretärin aus dem Jahr 1920. Obwohl das Buch auf verschiedenen Zeitebenen spielt, gibt es einen Zusammenhang zwischen den Geschichten der drei Frauen, wobei sich die genauen Umstände natürlich erst im Laufe des Lesens herausstellen. Gemeinsam haben alle drei Geschichten, dass es um die große Liebe der Protagonistinnen sowie das Lüften von Geheimnissen geht. Darüber hinaus werden auch die historischen Umstände der jeweiligen Zeit sowie die Rolle von Männern und Frauen betrachtet, was ich persönlich sehr interessant und abrundend für die Geschichte fand. Die Idee, dass ein Haus, bzw. ein Zimmer darin, die drei Frauen miteinander verbindet, hat mir sehr gut gefallen, weil ich so eine Konstellation bisher noch nicht kannte.

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, da es durch die komplexen Strukturen spannend, aber nicht verwirrend wirkt und viele Aspekte (historisches, emotionales, gesellschaftliches) beinhaltet und gekonnt miteinander vereint. Dass drei Autorinnen dieses Buch gemeinsam geschrieben haben hat mich anfangs etwas abgeschreckt, weil ich befürchtet habe, dass man beim Lesen Unstimmigkeiten finden könnte, oder dass manche Zusammenhänge vielleicht nicht passend sind. Dieser Verdacht wurde nicht bestätigt, sondern alle drei Geschichten harmonieren und sind miteinander gut verwoben.

Die Erzählweise ist flüssig zu lesen und passt von der Wortwahl auch gut zum Inhalt des Buches, was mir sehr positiv aufgefallen ist. Das hat dadurch geführt, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ab der ersten Seite bin ich regelrecht in das Buch eingetaucht und hatte viel Freude dabei, die drei Frauen zu begleiten und zu sehen, wie sich deren Geschichten entwickeln und wie alles letztendlich miteinander zusammenhängt. Hinzu kommt, dass das Cover in meinen Augen wunderschön und absolut passend zu dem Titel gestaltet ist. Es erweckt einen altmodischen, aber gleichzeitig schicken Eindruck – sehr schön im Buchregal anzusehen. Ich habe das Buch in zwei Tagen gelesen und spreche aufgrund der geschilderten Eindrücke eine klare Leseempfehlung aus.

Cover:
Das saphirblaue Zimmer

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Rezension zu „Vorwärts küssen, rückwärts lieben“ von Sybille Hein

Klappentext:
Eigentlich wollte Pia sich nie wieder in einen Schönling verlieben. Eigentlich sollte es ein Sommer werden, in dem Mückenstiche und Fruchtfliegen zu ihren größten Herausforderungen zählen. Aber dann steht August vor ihr. Charmant, schlagfertig und sexy wie Ryan Gosling. Selbst Pias dicker Kater ist entzückt. Während Pia schon anfängt, ihr Luftschloss einzurichten, bleibt ihr bester Freund Eddi skeptisch. Wie oft musste er miterleben, dass aus Pias Zuckerwatteherz ein dicker Teerklumpen wird. Er ist ganz sicher: Pia braucht keinen Traumprinzen an ihrer Seite, sondern einen Kumpeltypen zum Anfassen. Denn ohne Freundschaft bleibt jede Liebe immer nur eine Luftnummer. Und tatsächlich: Das Leben hält in Liebesdingen eine zauberhafte Überraschung für Pia bereit – im wahrsten Sinne des Wortes!

Über die Autorin:
Sybille Hein lebt und arbeitet als Autorin und Illustratorin in Berlin. Mit ihrem Musik-Kabarett Sybille und der kleine Wahnsinnige tourte sie jahrelang durch die Republik und füllte viele Kabarettsäle. Schon in ihren Bühnenprogrammen nahm sie am liebsten das tragikomische Gerangel der Geschlechter aufs Korn. Vorwärts küssen, Rückwärts lieben ist ihr erster Erwachsenenroman. Teil des Romans ist eine Songkollektion, die eigens für diese Geschichte getextet und komponiert wurde.

Rezension:
Die Hauptfigur, Pia, ist über dreißig und hat seit jeher das Problem, dass sie sich in schöne Märchenprinzen verliebt, die letztendlich doch nur ihr Herz bricht. Ihr Geld verdient Pia damit, Kinderbücher zu illustrieren, was für sie ein sehr erfüllender Beruf ist. Pia macht einen glücklichen Eindruck, was auch an einem Mann liegt: ihrem besten Freund Eddi.

Eines Abends, nachdem sie gerade rechtzeitig mit der Illustration eines Kinderbuches fertig geworden ist, plant Pia einen entspannten Abend vor dem TV. Dazu fehlt ihr nur noch etwas zu essen, weswegen sie sich auf den Weg in den Supermarkt begibt, um ihren Hunger zu stellen. Als sie in der Tiefkühltheke nach der letzten Pizza dieser Art greift, lernt sie in dieser Situation einen umwerfend schönen Mann kennen. Während Pia dreckig und k.o. von der Arbeit ist, sieht dieser Mann einfach umwerfend aus und scheint ein echter Gentleman zu sein. Sie kann die Begegnung mit ihm nicht vergessen und versucht darauf hin, ihm noch einmal zu begegnen.

Eines Tages erfüllt sich dieser Wunsch tatsächlich und die beiden treffen aufeinander. Der schöne Mann zieht Pia immer mehr verzaubert. Eddi erkennt hier wieder das typische Muster und rät zu Vorsicht und Vernunft, aber mit seinen Warnungen findet er kein Gehör.

Ich fand die Schreibweise anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, da ich stellenweise den Eindruck hatte, dass die Autorin „zwanghaft“ versuchte, lustig und lässig zu schreiben, was zum Beispiel durch flache Wortspiele zum Vorscheinen kam. Abgesehen davon ist der Schreibstil sehr passend zu der „modernen“ Atmosphäre, in der die Liebesgeschichte spielt. Man kommt mit dem Lesen flüssig voran und fiebert stellenweise geradezu mit Pia mit.

 

Cover:
Vorwärts küssen, rückwärts lieben

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Rezension zu „SOG“ von Yrsa Sigurdardóttir,

Klappentext:
Zwölf Jahre nach dem Tod und der Vergewaltigung eines Mädchens wird eine Zeitkapsel in Reykjavik gehoben. Darin enthalten: 10 Jahre alte Briefe von Schülern, die beschreiben, wie sie sich Island im Jahre 2016 vorstellen. Darunter findet sich noch etwas anderes: eine unheimliche Botschaft, die akribisch genau die Initialen von zukünftigen Mordopfern auflistet. Kurz danach werden zwei abgetrennte Hände in einem Hot Tub in der Stadt treibend gefunden. Doch noch hat keiner eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gestellt. Schon bald taucht die erste verstümmelte Leiche auf, dicht gefolgt von einer zweiten, und es ist klar, dass die Botschaft aus der Zeitkapsel ernst zu nehmen ist.

Ein Fall für Kommissar Huldar, der sich beweisen muss: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht …

Über die Autorin:
Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den „besten Kriminalautoren der Welt“ (Times Literary Supplement). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit „Das letzte Ritual“, einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. SOG ist nach DNA der zweite Roman um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

Rezension:

„SOG“ von Yrsa Sigurdardottir ist der zweite Thriller, in dem Komissar Huldar ermittelt. Er arbeitet an einem Fall, in dem eine mysteriöse Zeitkapsel in Rejkjavik gefunden wurde. Darin enthalten sind Briefe, die von Schülern geschrieben und vor 10 Jahren vergraben wurden. Die Schüler haben in ihren Briefen niedergeschrieben, wie sich in ihrer Vorstellung Island bis ins Jahr 2016 verändern wird. Neben den Briefen enthält die Kapsel aber auch ein Schriftstück, das die Initialen von Menschen beinhaltet, die ermordet werden sollen. Im Rahmen seiner Ermittlungen bezieht der Kommissar Huldar Freyja mit in seine Arbeit ein, da er sich von der Kinderpsychologin Hilfe bei der Aufklärung des Verbrechens erhofft.

Der Schreibstil von Yrsa Sigurdardottir ist wie gewohnt durch Spannung und geschickte Wendungen geprägt. Die Charaktere dieses Buches sind sehr authentisch dargestellt und fügen sich sinnvoll und passend in die Handlung ein, sodass ein schlüssiges Gesamtbild entsteht. Hin und wieder werden Vermutungen offen gelassen, die den Leser zum rätseln und nachdenken anregen, was für mich ein weiterer Pluspunkt in Bezug auf die Spannung dargestellt hat. Man kann zwar grob abschätzen, welcher Hintergrund zu der Tat existiert, aber trotzdem gibt es unerwartete Geschehnisse und Ereignisse, was für mich eine perfekte Mischung ist, weil ich das Ende nicht vorhersehen konnte.

Mir hat der außergewöhnliche Plot dieses Thrillers sehr gut gefallen, ebenso wie der Schreibstil von Yrsa Sigurdardottir, den ich auch in der Vergangenheit immer sehr gemocht habe. Für dieses gut durchdachte Buch gibt es daher eine klare Leseempfehlung von mir.

 

 

Cover:
SOG

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Rezension zu „Die Liebe hört nie auf“ von Betsy Duffey Laurie Myers

Klappentext:
Es ist ihr großer und langersehnter Tag: der Hochzeitstag von Julia und Douglas. Die Kirche ist geschmückt, das Orgelvorspiel hat begonnen. Douglas, die Trauzeugen und alle Gäste sind da – nur von der Braut keine Spur. Wo steckt Julia?

Während nach ihr gesucht wird, blättern die Gäste im Programmheft. Dort sind die Bibelverse aus 1. Korinther 13 abgedruckt. Plötzlich entwickeln für manche der Gäste die Verse ein Eigenleben. Sie begeben sich auf eine Gedankenreise in ihre eigene Geschichte. Ein wunderbarer Roman über die Kraft biblischer Worte.

Rezension:
Dieses christliche Buch beschäftigt sich mit dem „schönsten Tag im Leben“ des Liebespaares Douglas und Julia. Alles ist vorbereitet, die Gäste und auch der Bräutigam warten voller Vorfreude auf den Beginn der Zeremonie um die Eheschließung. In letzter Minute ändert Julia, die Braut, aber ihre Meinung. Sie lässt sich von den Zweifeln mitreißen und beschließt, nicht die Ehe mit Douglas einzugehen. Während die Gäste also warten, ob die Braut doch noch rechtzeitig auftaucht, orientieren sie sich am Hohelied der Liebe, welches die Gedanken der Hochzeitsgesellschaft auf verschiedene Weise beeinflusst.

Besonders positiv ist mir der rote Faden der Handlung aufgefallen, der sich durch die Orientierung am Hohelied der Liebe quasi von selbst ergibt. Allgemein ist der Schreibstil tiefgründig, aber doch sehr ansprechend, was das Lesen unterhaltsam macht obwohl es tiefsinnige Inhalte behandelt. Es ist toll zu verfolgen, wie ein einziger Bibelvers gleich mehrere Menschen leiten und beeinflussen kann, sodass sie Gottes Wirken und seine Liebe spüren können. Der Leser wird hier auch zum Nachdenken über sein eigenes Verhalten im Alltag nachgedacht und darüber, ob das mit dem Bibelvers zusammen passt, oder ob man vielleicht eine Chance zur Veränderung sieht. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die „Moral“, dass Gottes Liebe die Grundlage für die zwischenmenschliche Liebe, wie bei dem Brautpaar Julia und Douglas, darstellt.

Cover:
Die Liebe hört nie auf

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Rezension zu „Das Original“ von John Grisham

Klappentext:
In einer spektakulären Aktion werden die handgeschriebenen Manuskripte von F. Scott Fitzgerald aus der Bibliothek der Universität Princeton gestohlen. Eine Beute von unschätzbarem Wert. Das FBI übernimmt die Ermittlungen, und binnen weniger Tage kommt es zu ersten Festnahmen. Ein Täter aber bleibt wie vom Erdboden verschluckt und mit ihm die wertvollen Schriften. Doch endlich gibt es eine heiße Spur. Sie führt nach Florida, in die Buchhandlung von Bruce Cable, der seine Hände allerdings in Unschuld wäscht. Und so heuert das Ermittlungsteam eine junge Autorin an, die sich gegen eine großzügige Vergütung in das Leben des Buchhändlers einschleichen soll. Doch die Ermittler haben die Rechnung ohne Bruce Cable gemacht, der überaus findig sein ganz eigenes Spiel mit ihnen treibt.

Über den Autor:
John Grisham hat 31 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und sechs Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.

Rezension:
Nach langer Zeit habe ich mich mal wieder an ein Buch von John Grisham gesetzt,weil der Klappentext mich so neugierig gemacht hat. Die Geschichte baut darauf auf, dass aus der Bibliothek der Universität in Princeton bei einem Raubüberfall Originalskripte von John Fritzgerald entwendet werden. Die Tatsache, dass es Originalausgaben sind, die somit nicht nur für die Universität einen hohen Wert haben, macht den Raub zu einem wahren Desaster.

Eine der Hauptpersonen, Mercer, ist an der Uni beschäftigt, träumt insgeheim aber von einer Karriere als Schriftstellerin. Sie steckt momentan in ziemlichen finanziellen Problemen, weswegen sie nicht gerade ein leichtes Leben führt. Da bekommt sie plötzlich den Vorschlag, sich undercover mit einem Buchhändler, Bruce Cable, anzufreunden, um ihn und seine Geschäfte unter die Lupe zu nehmen. Hinter diesem Vorschlag steckt ein Versicherungsunternehmen, das den Verdacht hat, Cable könnte in den Raub bzw. Handel der gestohlenen Originalmansukripte verstrickt sein. Gedrängt durch ihre finanzielle Lage willigt Mercer schließlich diesem Vorschlag ein und versucht, den ihr gestellten Auftrag zu erfüllen.

Wie gewohnt schreibt John Grisham wieder in seiner etwas einzigartigen Schreibweise, die oft einer Aufzählung gleicht. Mich persönlich hat das beim Lesen nicht gestört, weil ich seinen Schreibstil vorher kannte und somit wusste, worauf ich mich einlasse. Für mich war die Thematik der Originalausgaben bzw. ersten Exemplare spannend und ich denke wer selbst gerne liest oder sich für Literatur interessiert wird an diesem Buch ebenfalls Gefallen finden.

Die Charaktere wirkten für mich an manchen Stellen zu flach und nicht authentisch genug, was mich aber nicht wirklich gestört hat, da der Autor dieses Manko durch die spannende Handlung und eine dazu passende Erzählweise ausgleichen konnte. Für mich war „Das Original“ somit absolut lesenswert und ich spreche eine Leseempfehlung aus, insofern man sich für das behandelte Thema interessiert und die etwas spezielle Schreibweise von John Grisham mag.

Cover:
Das Original

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