Rezension zu „Hangman“ von Daniel Cole

Klappentext:
»Wie fasst man einen Mörder, der längst tot ist?« – Vom Autor des Spiegel-Bestsellers Ragdoll. Dein letzter Tag. In New York wurde ein Toter von der Decke hängend gefunden, das Wort „Köder“ ist tief in seine Brust geritzt. Das lässt nur einen Schluss zu: Ein Killer kopiert den berühmten Londoner Ragdoll-Fall. Chief Inspector Emily Baxter wird sofort von den US-Ermittlern angefordert. In den USA ist der Druck der Medien enorm. Als ein zweiter Toter entdeckt wird, diesmal mit dem Wort „Puppe“ auf der Brust, dreht die Presse völlig durch und mit ihr die Internet-Communities. Baxter und ihre Kollegen von FBI und CIA werden zum Spielball des grausamen Mörders – wer kann seinen Irrsinn stoppen? Und wer hält im Hintergrund die Fäden in der Hand?

Über den Autor:
Daniel Cole wurde 1983 geboren. Seine Romane erscheinen in 34 Ländern. Bevor er mit dem Schreiben begann, hat er als Sanitäter, Tierschützer und Seeretter gearbeitet. Cole lebt im sonnigen Bournemouth in Südengland.

Rezension:
Bei „Hangman“ handelt es sich um den zweiten Band des Autoren Daniel Cole, in dem es um die Ermittlerin Emily Baxter geht. Baxter soll in New York die Ermittlungen um einen Mordfall aufnehmen, in dem das Opfer an der Brooklyn Bridge hängend aufgefunden wurde. Darüber hinaus ist in seine Brust das Wort „Köder“ geritzt. Hier zeigen sich viele Parallelen zu Coles Vorgängerband „Ragdoll“. Da ich selbst diesen Vorgängerband nicht gelesen habe, sind mir einige Zusammenhänge unschlüssig geblieben – ich denke, das wäre mit vorhandener Vorkenntnis anders gewesen, aber es war nicht wirklich negativ.

Emily Baxter wirkte auf mich anfangs sehr kühl und unnahbar, trotzdem war sie mir auf ihre spezielle Weise sympathisch. Was mir darüber hinaus gefallen hat, ist Coles flüssige Schreibweise. Sein Schreibstil ist nicht oberflächlich, sondern bietet viel Witz und Spannung, trotzdem handelt es sich um einen richtigen Pageturner. Negativ erschien mir lediglich, dass an einer Stelle sehr viel Action passierte, was für mich zu viel war und daher überladen und unglaubwürdig rüber kam. Das ist besonders schade, weil die Hintergrundthematik, die das Motiv des Mordes darstellt, meiner Meinung nach sehr spannend ist. An dieser Stelle wurde das Potential nicht ganz umgesetzt, was meinem Lesevergnügen und der Spannung aber kaum Abbruch getan hat.

Im Nachhinein würde ich aufgrund der Parallelen und Zusammenhänge empfehlen, den Vorgängerband „Ragdoll“ zu lesen, bevor „Hangman“ gelesen wird. Das ist aber eine persönliche Ansicht. Ansonsten hat dieses tolle Buch mir sehr spannende Lesestunden bereitet, sodass es eine klare Empfehlung von mir gibt!

Cover:
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Rezension zu „Forbetter Your English: Der etwas andere Sprachkurs“ von Eric T. Hansen

Klappentext:
Wie leicht man als Deutscher bei einer englischen Unterhaltung in Fettnäpfchen tappen kann, zeigt der amerikanische Sprachwissenschaftler Eric T. Hansen auf humorvolle Weise in kurzen, pointierten Geschichten. So ist es kein Wunder, dass ein Kellner irritiert reagiert, wenn ein Gast darauf besteht, die Speisekarte zu essen, indem er sagt: „I’ll have the menu.“ Auch die Frage nach der Toilette „Where’s the toilet, please?“ kann peinlich enden. Denn ein Native Speaker hat darauf nur eine logische Antwort: „Da, wo sie hingehört – im Badezimmer natürlich.“

Über den Autor:
Eric T. Hansen, Jahrgang 1960, ist gebürtiger Amerikaner, wuchs in Hawaii auf und studierte dort Sprachwissenschaft, bis es ihn nach Deutschland, zunächst nach München, verschlug. Er unterrichtete viele Jahre Englisch und war als Übersetzer tätig. Heute lebt er in Berlin und arbeitet als Satiriker, Buchautor und Journalist. Zusammen mit seiner Co-Autorin Astrid Ule schreibt er humoristische Sachbücher, darunter Bestseller wie Planet Germany, Deutschland-Quiz und Nörgeln – des Deutschen größte Lust.

Rezension:
Eric T. Hansen beschreibt in diesem amüsant gestalteten Buch die Stolperfallen der englischen Sprache. Bekanntlich kann es schnell passieren, dass man in ein Fettnäpfchen tritt, wenn man versucht, deutsche Redewendungen eins zu eins ins Englische zu übersetzen. Aussagen wie „My English is not the yellow from the egg“ kennt wohl jeder, und versucht, sie zu vermeiden. In der englischen Sprache gibt es jedoch auch weitere, weniger offensichtliche Stolperfallen, denen wir uns oft gar nicht bewusst sind. Genau hier setzt der Eric T. Hansen an und klärt und auf amüsante Weise auf, um peinliche Situationen beim Gebrauch der Fremdsprache zu vermeiden. 

Egal wie gut das eigene Sprachnieveau ist, ich denke hier kommt jeder Leser auf seine Kosten und wird genug zum Lachen haben, da der Autor die Beispiele wirklich lehrhaft, aber auch lustig darstellt. Somit lernt man bei der Lektüre des Buches etwas neues, hat aber nicht das Gefühl, ein langweiliges Lehrbuch in der Hand zu halten, was für mich einen großen Vorteil darstellt, da der Spaß am Lernen erhalten bleibt. Außerdem gibt der Autor Auskunft über Unterschiede im englischen und amerikanischen Sprachgebrauch sowie das kulturell angemessene Verhalten in verschiedenen Situationen, was ich als Bereicherung empfinde.

Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus, egal ob man die englische Sprache gut beherrscht, oder dieses Buch gezielt nutzen möchte, um die Sprachkenntnisse zu verbessern – Der Spaß beim Lernen wird hier nicht zu kurz kommen!

Cover:
Forbetter Your English

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Rezension zu „Du bist mein Glück, Mama“ von Florian Langenscheidt

Klappentext:
Eine Hommage an die beste Mutter der Welt
Für alle, die der eigenen Mutter endlich mal wieder sagen wollen, dass sie sie lieben – und wie sehr. Nichts fertig Gekauftes soll es sein, keine Pralinen vom Konditor, etwas Selbstgemachtes, persönlich und von Herzen. Dieses liebevoll gestaltete Buch von Glücksforscher Florian Langenscheidt und André Schulz bietet mit einer Fülle inspirierender Texte und Zitate die Möglichkeit, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen und in eigenen Worten zu sagen, was man an seiner Mutter so schätzt, was man ihr zu verdanken hat und was man gemeinsam mit ihr noch erleben möchte. Die schönste Art, zu sagen „Ich liebe dich, Mama!“– der etwas andere Blumenstrauß!

Über den Autor:
Florian Langenscheidt, geboren 1955 in Berlin, ist Verleger, Unternehmer und Autor so erfolgreicher Bücher wie „1000 Glücksmomente“, „Glück mit Kindern“, „Motto meines Lebens“ und „Wörterbuch des Optimisten“. Langenscheidt, der als „Botschafter des Herzens“ durch die Welt reist und an Universitäten und vor renommiertem Publikum Vorträge über Sinnfragen des Lebens hält, ist auf vielfältigste Weise unternehmerisch, beratend und philanthropisch tätig, wobei ihm das Glück der Kinder besonders am Herzen liegt. Er ist selbst Vater von fünf Kindern und lebt an einem See in Berlin.

André Schulz, geboren 1978, ist gelernter Banker. Er kennt die Finanzwelt seit mehr als 20 Jahren und mehr als 200 Banken und Sparkassen von innen. Deutschlands erster Lebensbanker® ist Inhaber zweier Beratungsgesellschaften und führt Finanzinstitute mit seinem „emotional banking“ u.a. zu einer ehrlichen und lebenszielorientierten Kundenberatung. Er unterstützt die Menschen, auf natürliche Art finanziell unabhängig zu werden – mit viel persönlicher Aktivität, wenig Geld und sehr wenigen Finanzprodukten. Mit seiner Arbeit erreichte er schon mehr als 100000 Menschen. Im Heyne Verlag ist sein gemeinsames Buch Finde dein Glück mit Florian Langenscheidt erschienen.

Rezension:
Ich habe mich für dieses Buch entschieden, weil ich meiner Mutter neben materiellen Geschenken, noch etwas persönliches zu Weihnachten schenken wollte, das ihr Herz berührt. Da kam mir die Idee, so ein Album auszufüllen – bei der Suche danach bin ich auf dieses Exemplar gestoßen und war sofort begeistert. Im Gegensatz zu anderen Alben ist hier der Vorteil, dass nicht nur Fragen mit Platz zum Ausfüllen enthalten sind, sondern Zitate und Texte. Dadurch wird das Album abgerundet und man muss selbst selbst nicht zu viel ausfüllen, sondern bekommt hier gute Einleitungen, die wirklich schön und gefühlvoll formuliert sind.

Die Fragen, die der Schenker beantwortet, sind in verschiedene Kapitel eingeteilt, die thematisch zusammen passen. Am Anfang jeden Kapitels ist Platz, um persönliche Dinge einzukleben, wie beispielsweise Tickets von Erlebnissen, Fotos, gemalte Bilder oder was auch immer man möchte. Das hat für mich einen großen Pluspunkt dargestellt, da somit die persönliche Note des Geschenkes noch größer wird – bei meiner Mutter kam das sehr gut an! Die Fragen sind abwechslungsreich gestellt, sodass wirklich jedem beim Ausfüllen etwas einfallen wird. Auch der Platz zum Schreiben ist ausreichend bemessen und das Papier ist qualitativ hochwertig, sodass nichts durchdruckt. Dadurch wirkt das aufgefüllte Buch sehr ansehnlich und qualitativ, was sich auch in der Gestaltung des Covers wiederspiegelt.

Für mich ist dieses Buch eine wunderbare Art, um der geliebten Mutter zu danken und ihr eine Freude zu machen – egal ob zum Muttertag, Weihnachten, Geburtstag oder einfach so als Überraschung. Der Schenker selbst wird beim Ausfüllen viel Spaß haben und schöne Erinnerungen empfinden. Daher gibt es eine ganz klare Empfehlung von mir!

Cover:
Du bist mein Glück, Mama

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Rezension zu „Der Weihnachtswald“ von Angelika Schwarzhuber

Klappentext:
Wie jedes Jahr an Weihnachten macht sich die alleinstehende Anwältin Eva auf den Weg zu ihrer Großmutter Anna. Das stattliche Anwesen der Familie, umringt von einem Garten mit einem Wald aus Tannenbäumen, ruft viele Erinnerungen hervor. Hier wuchs Eva auf, nachdem ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen waren. Im Haus trifft sie nicht nur auf ihren Jugendfreund Philipp, sondern auch auf das Waisenkind Antonie. Während draußen ein Schneesturm tobt, verschwindet das Kind plötzlich spurlos. Auf der gefährlichen Suche nach Antonie landen Eva und Philipp unversehens in der Vergangenheit …

Über die Autorin:
Die bayerische Autorin Angelika Schwarzhuber lebt mit ihrer Familie und einem äußerst willensstarken Kater, der in Eigenregie ihre Schlafzeiten bestimmt, in einer kleinen Stadt an der Donau. Sie arbeitet auch als Drehbuchautorin für Kino und TV (u.a. »Eine unerhörte Frau«). Wenn sie nicht am Computer Texte dichtet, verzieht sie sich gerne mit Freunden in kleine Berghütten zum Schafkopfspielen.

Rezension:
Auch dieses weihnachtliche Buch ist mir in erster Linie wegen dem wunderschön gestalteten Cover ins Auge gefallen. Der Klappentext klang außergewöhnlich, wie ein modernes Weihnachtsmärchen – das wollte ich mir nicht entgehen lassen, denn märchenhafte Elemente passen bekanntlich gut in die Weihnachtszeit.

Der Einstieg erfolgt durch eine Szene im Waisenhaus, in dem  das Waisenkind Antonie im Mittelpunkt steht. In der Vorweihnachtszeit kommen kinderlose Paare in das Heim, um Heimkinder kennen zu lernen, die sie dann über die Weihnachtstage mit zu sich nach Hause nehmen, um ihnen ein schönes Fest zu bieten. Antonie kommt bei diesen Paaren gut an, weil sie ein hübsches Mädchen mit einer schönen Ausstrahlung ist. Sobald Antonie mit den Paaren ins Gespräch kommen soll, verfliegt ihr Interesse an dem Mädchen – denn Antonie stottert. So erlebt das Mädchen eine Enttäuschung nach der anderen und ist verletzt, weil sich wieder kein Paar für sie interessiert, während andere Kinder bevorzugt werden. Erst als die alte Dame Anna in das Waisenhaus kommt, um dort gespendete Geschenke für die Kinder abzugeben, gibt es Hoffnung für Antonie, denn sie wird von Anna zu ihr nach Hause eingeladen und nimmt diese Einladung nach anfänglicher Skepsis dankend an.

Eva, die Enkelin von Anna, ist zeitgleich auf dem Weg, um die Weihnachtstage bei ihrer Oma zu verbringen. Die erfolgreiche Anwältin hat allerdings gar keine Lust auf diese nervige Zeremonie und möchte die Zeit einfach nur hinter sich bringen. Eine Überraschung erwatet sie, als sie bei ihrer Oma ihren Freund aus der Jugendzeit wieder trifft. Auch die Anwesenheit von Antonie trifft Eva unerwartet – allerdings nicht im positiven Sinn. Nachdem Eva aufgrund dieser Tatsache am liebsten direkt wieder abreisen möchte, landet sie plötzlich gemeinsam mit ihrem Jugendfreund Philipp und  dem Waisenkind Antonie im Jahr 1931, wo einige Abenteuer auf die drei warten.

Schon der Einstieg in die Geschichte versprüht eine weihnachtliche, magische Atmosphäre, auch wenn die Geschichte um Antonie zu Anfang etwas bedrückend ist. Die Szene im Waisenhaus verleiht dem Leser das Gefühl, einen Sprung in die Vergangenheit begangen zu haben, obwohl diese Szene noch in der Gegenwart spielt. Mir haben diese Elemente jedoch sehr gut gefallen, und sie passen super in das gesamte Konzept der Geschichte. Der Wechsel in die zweite Zeitebene ist passend eingebaut und alles wirkt schlüssig und „rund“. Der Zeitsprung verleiht der Geschichte zusätzlich Spannung und gibt Anlass, bei der Handlung mitzufiebern. Die Charaktere sind authentisch gestaltet und die Veränderungen, die die Personen durchlaufen, sind nachvollziehbar und glaubhaft. Nach und nach werden immer mehr Hintergründe aufgedeckt und alles ergibt immer mehr Sinn. Ich wurde beim Lesen der Geschichte sehr in eine tiefsinnige, emotional geladene Weihnachtsstimmung versetzt, sodass dieses Buch das klare Highlight in der diesjährigen (Vor-)Weihnachtszeit für mich war. Ich spreche daher eine ganz klare Leseempfehlung aus!

Cover:
Der Weihnachtswald

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Rezension zu „Winterhochzeit“ von Elin Holderbrand

Klappentext:
Kaminfeuer, Eisblumen und Plätzchenduft – im »Winter Street Inn« auf Nantucket hat die schönste Zeit des Jahres begonnen. An Weihnachten kommt die Familie Quinn hier traditionell zusammen, um gemeinsam zu feiern. Nach turbulenten Zeiten steht dieses Jahr ein ganz besonderes Fest an, denn Kevin, Sohn von Familienoberhaupt Kelley und seiner Ex-Frau Margaret, wird an Heiligabend endlich seine Freundin Isabelle heiraten. Doch ein Blizzard unbekannten Ausmaßes rückt näher. Kann die Hochzeit stattfinden, wenn die Insel droht, in Schneemassen zu versinken? Noch kann keiner ahnen, dass der Sturm das größte Geschenk von allen bringen wird …

Über die Autorin:
Elin Hilderbrand hat ihre besten Ideen am Strand oder in den belebten Straßen von Boston. Sie hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie auf Nantucket, Massachusetts, wo auch ihre Geschichten spielen. Ihre Bücher stehen regelmäßig in den Top Ten der New-York-Times-Bestsellerliste.

Rezension:
Wie so oft bei den Weihnachtsbüchern, war auch „Winterhochzeit“ ein klassischer „Coverkauf“. Ich hatte mich auf den ersten Blick in der wunderschöne Cover verguckt und nachdem mir auch der Klappentext sehr gut gefallen hatte, war klar, dass ich dieses Buch in der Vorweihnachtszeit lesen möchte. Bei „Winterhochzeit“ handelt es sich um den dritten Teil der Reihe um das Winter Street Inn. Ich habe die beiden Vorgängerbände nicht gelesen, habe mich aber bewusst dafür entschieden, das Buch trotzdem zu lesen, weil der Klappentext so ansprechend wirkte. Vorneweg kann ich verraten, dass ich diese Entscheidung nicht bereut habe: Auch ohne die beiden Vorbände zu kennen hatte ich keinerlei Verständnisprobleme.

Was mich mit Blick auf den Titel gewundert hat, ist die Tatsache, dass die Geschichte im Frühling beginnt und sich dann bis Herbst/Winter zieht. Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven mehrerer Personen, die alle zur Familie Quinn gehören. Ich finde Perspektivwechsel allgemein positiv (solange sie nicht verwirrend sind), sodass ich hier das Gefühl hatte, richtig gut in die Handlung eintauchen zu können. Die Zeit bis zum Winter hin ist gefüllt von typischen kleineren und größeren familiären Problemchen und Angelegenheiten, die nicht umwerfend spannend sind, aber doch Freude beim Lesen bereiten. Spannend wird es zu den Feiertagen, weil nicht nur die übliche Feier ins Haus steht, sondern Kevins Hochzeit. Natürlich ist nicht alles so einfach wie es scheint: Ein großer Schneesturm bricht los und es ist nicht klar, ob die Feier überhaupt stattfinden kann.

Die Autorin schreibt sehr angenehm und unterhaltsam, sodass es sich bei „Winterhochzeit“ um eine angenehme, leichte Familiengeschichte handelt. Auch der relativ geringe Umfang der Geschichte (301 Seiten) führ  dazu, dass ich das Buch sehr empfehlenswert für zwischendurch finde. Gefehlt hat mir, wie oben angedeutet, ein stärkerer Bezug zum Winter und somit die weihnachtliche/winterliche Stimmung, auf die ich angesichts des Covers und Buchtitels definitiv gehofft hatte. Für Leser, die nicht viel Wert auf winterliche Stimmung oder allzu stark ausgeprägte Spannung legen, spreche ich eine klare Leseempfehlung für diese leichte, atmosphärische Familien- und Liebesgeschichte aus.

Cover:
Winterhochzeit

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Rezension zu „Sternenwinternacht“ von Karen Swan

Klappentext:
Die begeisterte Snowboarderin Meg lebt und arbeitet in den Rocky Mountains. Eines Nachts kommt es während eines Schneesturms zu einer folgenschweren Katastrophe. Meg greift zum Funkgerät und setzt einen Hilferuf ab, der versehentlich bei einem Unbekannten landet. Jonas, berührt von Megs Verzweiflung, kann ihren Anruf nicht vergessen und funkt tags darauf zurück. Schon bald entwickelt sich eine zarte Freundschaft, und ganz langsam beginnt Meg sich zu fragen, ob sie vielleicht mehr für ihn empfindet. Doch kann man sich in jemanden verlieben, von dem man nur die Stimme kennt?

Über die Autorin:
Karen Swan arbeitete lange als Modejournalistin für Zeitschriften wie Vogue, Tatler und YOU. Sie lebt heute mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im englischen Sussex. Wenn die Kinder sie lassen, schreibt sie in ihrem Baumhaus Romane.

Rezension:
Wer mich und meinen Geschmack kennt, wird sich denken können, dass dieses Buch in erster Linie ein Coverkauf war – genau das ist der Fall, da gibt es nicht zu beschönigen. Das Cover ist nicht nur total weihnachtlich und mit Liebe zum Detail gestaltet, sondern es glitzert auch noch (auf dem Weihnachtsbaum). Da ist für mich er erste Pluspunkt gewesen, denn ich finde, dass Weihnachts- und Winterbücher viel „schöner“ sind, wenn sie optisch zur Stimmung passen.

Eine der Hauptfiguren des Buches ist Meg, die gemeinsam mit ihrem zukünfitgen Ehemann Mitch idyllisch in den Bergen, fernab der Stadt lebt. Mitch ist, genau wie Meg, snowboardbegeistert und hat sogar eine eigene Board-Marke, die er durch selbstgedrehte Videos noch bekannter machen will. Während Meg und Mitch nach außen hin das perfekte Paar zu sein scheinen, trügt die Idylle in Wirklichkeit.

Eines Tages bricht ein starker Schneesturm lost und Mitch wird darüber informiert, dass zwei Menschen in dem Schneetreiben vermisst werden, die dort hilflos ausgeliefert sind. Mitch, der die Situation in den Bergen gewohnt ist, zögert nicht und begibt sich nach draußen auf die Suche. Meg bleibt zu Hause, um auf Mitch zu warten – erst wenn er zu einem bestimmten Zeitpunkt noch nicht nach Hause gekommen ist, soll sie Hilfe rufen.

Einige Stunden später ist es dann wirklich so weit. Nachdem Meg stundenlang auf Mitch gewartet hat, und er nicht wieder nach Hause gekommen ist, entscheidet sie sich dazu, Hilfe zu rufen. Mit Entsetzen stellt sie allerdings fest, dass sie keine Telefonverbindung aufbauen kann, weswegen sie schließlich zum Funkgerät greift. Sie hat Glück und erreicht einen Unbekannten, der tatsächlich versucht, zu helfen. Der junge Mann befindet sich aktuell aber in sehr ungewöhnlichen Lebensumständen, was die Situation nicht gerade erleichtert, und so beginnt für die Beteiligten eine spannende Zeit.

Obwohl die Geschichte, entgegen meiner Erwartung, eher winterlich als weihnachtlich war, hat sie mir sehr gut gefallen. Sämtliche Protagonisten sind authentisch beschrieben, sodass ich viel Freude dabei hatte, sie durch das relativ lange Buch zu begleiten. Weiterhin gab es im Laufe der Handlung viele unvorhersehbare Momente, die der Geschichte dramatische Spannung verliehen haben. Das war erstmal ungewohnt für mich, hat die Geschichte aber durchaus bereichert und der winterlichen Stimmung keinen Abbruch getan.

Wer eine etwas außergewöhnliche, winterliche Liebesgeschichte lesen möchte, die auch dramatische und spannende Elemente enthält, wird diese Geschichte sicherlich mögen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung – auch nach der Weihnachtszeit.

Cover:
SternenwinternachtHier könnt ihr das Buch anschauen/kaufen

 

Rezension zu „Lass mich los“ von Jane Corry

Klappentext:
Als die junge Anwältin Lily Ed heiratet, hofft sie auf einen Neuanfang. Sie möchte die Geheimnisse der Vergangenheit hinter sich lassen. Doch als sie ihren ersten wichtigen Fall annimmt, fühlt sie sich merkwürdig von ihrem Klienten angezogen. Einem Mann, der des Mordes angeklagt ist. Einem Mann, für den sie bald alles riskiert. Doch ist er wirklich unschuldig?

Über die Autorin:
Jane Corry ist Autorin, Journalistin und unterrichtet Kreatives Schreiben. Nachdem sie drei Jahre in einem Hochsicherheitsgefängnis gearbeitet hatte, schrieb sie ihren ersten Psychologischen Thiller. «Lass mich los» ist zum Teil von ihren Erfahrungen dort inspiriert.

Rezension:

„Lass mich los“ von Jane Corry hat mich sowohl aufgrund des Klappentextes, aber auch wegen dem düsteren Cover angesprochen, was zum Genre des Psychotrillers zu passen scheint.  Die Hauptfigur des Buches, eine junge Anwältin namens Lily, arbeitet für einen Mandanten. Dieser Mandant wird des Mordes beschuldigt, doch trotzdem empfindet Lily aufgrund einiger seiner Eigenschaften eine gewisse Sympathie zu ihm. Aus diesem Grund setzt sie sich besonders engagiert für seine Verteidigung ein und versucht alles, um ihn aus der Lage herauszuboxen. Dieses Verhalten von ihr kommt Ed, ihrem Ehemann, komisch vor und er entwickelt ein gewisses Misstrauen gegenüber der Situation.

Die zweite Zeitebene spielt 15 Jahre später, als die Ehe von Lily und Ed mittlerweile zerbrochen ist. Doch dann kommt eine Person aus der Vergangenheit, als das Paar frisch verheiratet war, wieder zurück auf die Bildfläche. Dies sorgt für Aufruhr, wenn kurze Zeit wird Eds Leiche gefunden und es ist fraglich, inwiefern Lily in die Sache um Eds Tod verwickelt ist.

Der Schreibstil der Geschichte ist sehr angenehm und gut lesbar, was das Buch zu einem richtigen Pageturner macht. Die Spannung schwankt manchmal, was ich schade fand, da es einige Durchhänger gab. Dazu kommt, dass das Ende ziemlich schnell erahnt werden kann, weswegen die Spannung sehr gelitten hat. Aus diesem Grund würde ich das „Lass mich los“ nicht wirklich als Thriller bezeichnen, denn da hätte ich mehr Nervenkitzel erwartet. Aus meiner Sicht handelt es sich hier eher um einen Roman, wo der Mord eher eine untergeordnete Rolle spielt. Gut gefallen hat mir hingegen, dass das Buch in der Ich-Perspektive aus der Sicht zweier Personen erzählt wird, wodurch die Handlung an Tiefe gewinnt.

Insgesamt hatte ich mir von dem Buch etwas anderes versprochen, bin aber trotz der falschen Erwartungen nicht enttäuscht. Daher empfehle ich das Buch nur an Leser, die keinen harten Psychothriller erwarten. Ideal erscheint mir das Buch für Leser, die sich gerade erst an dieses Genre herantasten oder mal etwas neues, nicht zu hartes ausprobieren möchten.

Cover:

Lass mich los

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Rezension zu „Bossman“ von Vi Keeland

Klappentext:
Reese, jung, hübsch, ehrgeizig, durchlebt gerade das schlimmste Date ihres Lebens, als sie ihn zum ersten Mal sieht: Chase Parker. Immer wieder wandert ihr Blick zu dem unglaublich attraktiven Mann am anderen Ende des Restaurants. Plötzlich steht dieser auf, setzt sich an Reeses Tisch und tut so, als wären sie alte Freunde. Chase Parker rettet nicht nur ihren Abend, sondern bringt sie auch völlig durcheinander. Und als sie einige Wochen später ihren Traumjob anfängt, ist der CEO der Firma kein anderer als der Unbekannte aus dem Restaurant, den sie nicht vergessen konnte …

Über die Autorin:
Vi Keeland ist eine New-York-Times-Bestsellerautorin. Mit über einer Million verkaufter Bücher wird sie inzwischen in acht Sprachen übersetzt und ist auf über fünfzig Bestsellerlisten vertreten. Vi Keeland hat ihre große Liebe mit sechs Jahren kennengelernt. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in New York.

Rezension:
Anhand des Covers und des Aufklebers darauf, sowie dem Klappentext, muss ich gestehen, dass ich anfangs vermutet hatte, dass es sich bei diesem Buch um ein Erotikbuch handelt. Trotz einiger erotischer Szenen war dies nicht der Fall, was mich aber in keiner Weise negativ überrascht hat.

Die beiden Hauptpersonen Chase und Reese waren mir direkt sehr sympathisch, auch wenn sie total unterschiedlich sind und erstmal gar nicht zueinander zu passen scheinen. beide haben in der Vergangenheit schlimme Dinge erlebt, die sie auch heute noch belasten. Hinter den beiden Charakteren stecken dadurch Wesenszüge und Eigenschaften, die man ihnen anfangs so nicht „zugetraut“ hätte, was die Handlung meiner Meinung nach noch spannender macht. Auch die anderen Charaktere sind authentisch und sympathisch ausgearbeitet. Es kommt zu vielen Situationen und Dialogen, die mich wirklich zum Lachen gebracht haben. Vor allem Chase hat eine sehr humorvolle Art, weswegen ich ihn besonders in mein Herz geschlossen habe.

Die Autorin Vi Keeland hat einen angenehm flüssigen, aber gleichzeitig tiefgründigen Schreibstil. Humor und Spannung waren richtig dosiert und gut verteilt – ich hatte beim Lesen kein einziges Mal das Gefühl von Langeweile. Weiterhin hat mir sehr gut gefallen, dass die Geschichte teilweise aus Sicht von Reese, aber auch aus der Sicht von Chase erzählt wird, sodass man eben beide Perspektiven sehen kann. Am Anfang des Kapitels ist jeweils ein Hinweis, sodass der Leser immer weiß, aus welcher Perspektive er gerade liest – somit kommt es nicht zu Verwirrung. Damit erhält man einen tieferen Einblick in die Charaktere und deren Vorgeschichte, was der Handlung zusätzlich Tiefgang und Spannung verschafft hat.

Auch wenn ich etwas anderes erwartet hatte, bin ich sehr positiv von dem Buch überrascht und die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen. Das Cover gefällt mir ebenfalls richtig gut, weil es ein absoluter Hingucker ist, allerdings finde ich es nicht unbedingt passend zur Geschichte (mich selbst hat es zu sehr an „Shades of Grey erinnert“). Vin mit gibt es somit eine klare Leseempfehlung!
Cover:
Bossman

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Rezension zu „Verrat“ von Jessica Schulte am Hülse

Klappentext:
Jessica Schulte am Hülse beschreibt in sieben Erzählungen das große und das kleine Drama der Liebe. Gemein ist den Erzählungen ein Verrat, der die Liebe zwischen zwei Menschen oder das Verhältnis zwischen zwei Menschen beschädigt, belastet, zerstört. Am Ende jeder Geschichte stehen die Menschen traumatisiert oder auch befreit vor den Scherben dessen, was einmal Vertrauen, Geborgenheit, Freude und tiefe Liebe war. Mal kommt die Unwahrheit auf leisen Sohlen, mal brutal und unfair mit großen Schritten, mal finden die Verratenen einen Weg aus dem Drama, mal zerbrechen sie an der Heftigkeit des Erlebens und können sich nur durch radikale Schnitte aus dem Tumult und der Verstrickung befreien.

Verrat. Sieben Verbrechen an der Liebe – das sind sieben Geschichten, die uns teilhaben lassen an den Verletzungen, die sich Menschen willentlich oder unwillentlich antun im Namen der Liebe. Packend, traurig, bestürzend und von großer psychologischer Intensität.

Über die Autorin:
Jessica Schulte am Hülse, geboren 1972, Studium der Psychologie an der Freien Universität Berlin. Sie ist Managing Editor der internationalen Bild- und Nachrichtenagentur World Entertainment News Network und freie Journalistin. Jessica Schulte am Hülse lebt mit ihrer Familie in Berlin. Verrat. Sieben Verbrechen an der Liebe ist ihr erstes Buch.

Rezension:
Mich hat das Buch in erster Linie wegen dem Titel angesprochen, als ich es zum ersten Mal gesehen habe. „Sieben Verbrechen an der Liebe“, das klingt mysteriös und spannend und bewegte mich dazu, den Klappentext zu lesen. Der Klappentext hat mein Interesse weiterhin verstärkt, allerdings fand ich schon in dieser Situation das fröhlich und unbeschwert wirkende Cover nicht passend zu dem Inhalt, der an den meisten Stellen „schwere Kost“ ist. Wahrscheinlich haben viele Menschen in der Liebe schon einmal belastende Situationen erlebt, aber die sieben Geschichten, die hier von der Autorin dargestellt wurden, übertreffen in vielen Punkten die Vorstellungskraft. Besonders „gefallen“ hat mir, dass es sich hierbei um wahre Ereignisse handelt, was man als Leser nicht unbedingt vermuten würde, weil manche der geschilderten Umstände wirklich ungewöhnlich schlimm erscheinen – eher wie aus einem Film, als der Realität entsprungen.

Der Schreibstil von  Jessica Schulte am Hülse wirkte auf mich eher nüchtern, keineswegs übermäßig emotional, sondern distanziert. Dies hat dem Lesefluss nicht geschadet und es war trotzdem möglich, sich in einem gewissen Maß in die Geschichten einzufühlen. Ich selbst war sehr entsetzt, wie aus einer einstigen Liebe solche Situationen entstehen können, in denen mindestens eine Person schrecklich leidet – und in manchen Situationen nichts tun kann, als dies hilflos über sich ergehen zu lassen. Alle Geschichten haben gemeinsam, dass ich mich jedesmal aufs neue frage, was mit manchen Menschen passiert ist, dass sie in der Lage waren bzw. sind so zu handeln und den Menschen, die sie lieben solches Leid zuzufügen. Hier hätte ich mir an manchen Stellen gewünscht, das die Geschichten ausführlicher sind und mehr Informationen über die Hintergründe geben bzw. dass man eventuell die Geschichte aus beiden Perspektiven sehen könnte – das wäre meiner Meinung nach noch interessanter gewesen. Trotzdem hat mich dieses Buch überzeugt und begeistert. Ich empfehle das Buch definitiv weiter, allerdings möchte ich zu bedenken geben, dass Triggergefahr besteht, falls jemand bereits selbst ähnliche Erfahrungen machen musste.

Cover:
Verrat

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