Rezension zu „Die Schule der Nacht“ von Ann A. McDonald

Klappentext:
»Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.« Diese Nachricht erhält die Amerikanerin Cassandra Blackwell in einem mysteriösen Päckchen, zusammen mit einem alten Foto ihrer verstorbenen Mutter, gekleidet in die schwarze Robe der Oxford Universität. Kurzerhand beschließt sie, nach England zu reisen, um mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Dort entdeckt Cassie eine Welt voller Traditionen und Privilegien und merkt schnell, dass hier eine dunkle Macht am Werk ist – verbunden mit einer geheimen Gesellschaft, die sich Die Schule der Nacht nennt …

Über die Autorin:
Ann A. McDonald wurde in Sussex geboren, studierte Philosophie, Politik und Wirtschaft in Oxford, um anschließend als Musikjournalistin und Unterhaltungskritikerin zu arbeiten. Heute lebt sie in Los Angeles und schreibt hauptberuflich Romane und Drehbücher.

Rezension:
Das Cover dieses Buches hat mir so gut gefallen, dass ich auf den Inhalt neugierig wurde. Auch der Klappentext machte einen tollen, spannenden und außergewöhnlichen Eindruck, weswegen ich das Buch unbedingt lesen wurde. Laut Beschreibung geht es um eine geheime Verbindung, die an der University of Oxford schon seit hunderten von Jahren existiert. Den Mitgliedern des Bundes wird nachgesagt, dass sie mysteriöse Dinge tun und weltweit ihre Finger im Spiel haben.

Der Einstieg des Buches ist Cassies erster Tag an der Universität in Oxford. Im Gegensatz zu ihren Kommilitonen ist Cassie allerdings nicht mit Feuereifer auf das Studium gespannt. Sie ist extra von Amerika nach Oxford gereist, um einen mysteriösen Hinweis aus der Vergangenheit ihrer längst verstorbenen Mutter zur rufen. Der Absender des Hinweises bittet Cassies Mutter, zurück zu kommen und alles wieder in Ordnung zu bringen. Cassie ist verwundert, sie wusste nicht, dass ihre Mutter jemals in Oxford war, weswegen sie dem geheimnisvollen Hinweis unbedingt auf die Spur gehen möchte. In Oxford knüpft sie langsam Kontakte und begibt sich immer mehr auf die Suche nach Spuren ihrer Mutter und das Geheimnis, das sie mit ins Grab genommen hat.

Der Anfang des Buches hat mir ziemlich gut gefallen. Auch wenn es nicht immer wirklich spannend war, bekam man einen interessanten Eindruck von dem vermeidlichen Leben in Oxford und lernt die Hauptfigur kennen.  Die Protagonistin ist sehr sympathisch, auch wenn sie etwas merkwürdig wirkt, was sicher aufgrund ihrer Vergangenheit nachvollziehbar ist. Auch Oxford als Schauplatz hat mir sehr gut gefallen, da eine wunderschöne, düstere und geheimnisvolle Atmosphäre erzeugt wurde.

Was mich sehr gestört hat, war dass die Handlung teilweise extrem zäh verläuft, sodass nur Geplänkel passiert, das weder spannend, noch wirklich bedeutsam für die Handlung ist. Erst ab etwa der Mitte des Buches steigt die Autorin wirklich in das Kernthema das Buches ein, was mich sehr gewundert hat, da ein großer thematischer Wechsel passiert ist. Spätestens ab diesen Punkt fand ich die Einordnung des Buches als „Roman“ nicht mehr passend. Fantasy wäre in meinen Augen deutlich besser gewählt, da die zweite Hälfte des Buches stark in diese Richtung geht. Das hätte ich in diesem Umfang anhand der Beschreibung des Buches im Vorfeld nicht erwartet, was bei mir für Verwunderung sorgte.

Obwohl mir die Idee hinter dem Buch wirklich sehr gut gefällt, finde ich die Umsetzung nicht gut gelungen. Erst die letzten 100 Seiten sind voller Spannung und haben wirklich mit dem Thema des Buches zu tun. Während die Geschichte am Anfang sehr langsam läuft, passiert am Ende alles sehr schnell und manchmal überstürzt. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass manche Sachen einfach in den Raum geworfen wurden, obwohl die Vorgeschichte oder der Zusammenhang fehlt, was ich sehr schade fand. Dadurch wirkte das Ende total abgehakt. Ich habe mich gefragt, warum die eher irrelevanten Sachen am Anfang so ausführlich beschrieben werden, aber das Wichtige am Ende wird total kurz gehalten. Das Konzept dahinter verstehe ich nicht und das hat mir sehr den Spaß beim Lesen zerstört.

Wer sich im Vorfeld über die Dinge klar ist, die ich als Nachteile empfinde, hat sicher trotzdem viel Spaß beim Lesen des Buches. Die Idee der Autorin ist wirklich sehr interessant und lesenswert. Da die Umsetzung meines Erachtens nicht gut gelungen ist, erfolgt eine sehr eingeschränkte Leseempfehlung.

 

Cover:
Die Schule der Nacht

Hier könnt ihr das Buch direkt beim Verlag kaufen

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