Rezension zu „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde

Klappentext:
England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?

Über die Autorin:
Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist eine bekannte Drehbuch- sowie Kinder- und Jugendbuchautorin. Die Geschichte der Bienen ist ihr erster Roman für Erwachsene, der zunächst national und schließlich auch international für Furore sorgte. Er stand monatelang auf der norwegischen Bestsellerliste und wurde mit dem Norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet.

Rezension:
Die vorliegende Geschichte spielt in drei verschiedenen Zeitebenen. Zum einen in der Vergangenheit, in der Gegenwart (2007) und in der Zukunft. Alle drei Zeiten beschäftigen sich mit dem zentralen Thema der Imkerei und deren Bedeutung für die Bevölkerung. Hier wird schon zu Beginn geschildert, wie tragisch das Leben in der Zukunft verläuft, ausgelöst durch das Sterben der Bienen und die dadurch entstehenden Belastungen für die Menschen, die versuchen, diesen Verlust auszugleichen. Die Protagonisten der drei Zeitebenen werden sehr authentisch beschrieben, sodass der Leser sich gut in ihr Leben und ihre Handlungen hineinversetzen kann. Sie alle sind geprägt von ähnlichen Ängsten, Wünschen, Hoffnungen und Sehnsüchten. Durch diese Darstellung, die von das selbe Thema zu verschiedenen Zeiten betrachtet, entsteht ein abgerundetes Bild zu der Bedeutung, die die Bienen für unsere Gesellschaft haben. Maja Lunde ist es gelungen, einen spannenden und gleichzeitig mahnenden Roman zu einem Thema zu schreiben, das bisher wenig Beachtung fand, obwohl es für die Menschheit von großer Relevanz ist.

Mir hat sowohl der Schreibstil der Autorin, als auch die Gliederung in drei Zeitebenen sehr gut gefallen. So entsteht ein abgerundetes Bild und der Leser erhält gleichzeitig gute Unterhaltung und lehrreiche Informationen, die vielen Lesern sicherlich neu sind. Diese Mischung aus schönen und informativen Lesestunden hat mir sehr gut gefallen. Ich habe lange damit gewartet, dieses Buch zu lesen, weil ich Bienen bisher keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt habe. Obwohl ich nicht zu den Hobby-Imkern zähle hat mir dieses außergewöhnliche Buch aber so gut gefallen, dass ich eine klare Leseempfehlung dafür ausspreche!

Cover:
Die Geschichte der Bienen

Hier könnt ihr das Buch kaufen

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