Rezension zu „Die Buchhandlung der Träume“ von Cristina Di Canio

Klappentext:
Mit ihrer kleinen Buchhandlung am Stadtrand von Mailand hat sich Nina einen Traum erfüllt. Und seit sie eine besondere Idee hatte, ist ihr Laden zu einem beliebten Treffpunkt geworden: Jeder Kunde kann ein Buch, das für ihn eine große Bedeutung hat, dem zufällig nächsten Kunden schenken. Auch wenn das Buchgeschenk anonym ist, entstehen auf diese Weise Freundschaften, ja sogar Liebespaare finden sich. Nur Nina selbst ist einsam, wenn sie abends die Türen ihrer Buchhandlung schließt. Bis eines Tages ein junger Musiker in einer Matrosenjacke in ihren Laden kommt und Nina eine Kiste voller antiquarischer Bücher bringt …

Über die Autorin:
Cristina Di Canio, Jahrgang 1984, hat sich 2010 einen Traum erfüllt und in Mailand die Buchhandlung »Il mio libro« eröffnet, die heute eine der bekanntesten unabhängigen Buchhandlungen Italiens ist. Berühmt ist ihre Initiative »Il libro sospeso«, bei der sich Kunden anonym Bücher schenken.

Rezension:
Da ich Bücher über Buchhandlungen liebe, war es absehbar, dass ich dieses Buch schnellstmöglich lesen muss. Aufgrund der geringen Dicke habe ich es direkt an einem Tag verschlungen und kann vorab verraten, dass meine hohen Erwartungen nicht enttäuscht wurden.

Die Hauptfigur des Buches, Nina, ist Inhaberin eines Buchladens, der nicht gerade gut läuft. Nina ist ein romantischer Mensch und stets bemüht, besonders freundlich zu sein. Neben ihrer Sichtweise, wird auch aus Adeles Sichtweise erzählt, die Ninas beste Freundin ist. Ninas hat die Idee, dass ihre Kunden Bücher kaufen können – die für sie selbst jeweils eine besondere Bedeutung haben – und dieses Buch dann an den nächsten Kunden zu verschenken. Dadurch entstehen viele Kontakte zwischen den Kunden und eines Tages wird auch Nina von ihrem eigenen Konzept betroffen.

Der Schreibstil der Autorin passt meiner Meinung nach perfekt zum Inhalt des Buches, da sie philosophisch und leichtfüßig erzählt. Die Charakte sind authentisch und sehr sympatisch dargestellt und ihr Handeln passt zu ihnen. Auch die beiden Sichtweisen, von Nina und Adele, gefallen mir sehr gut, da somit die Handlung noch etwas tiefgründiger gestaltet ist und ich das Gefühl hatte, dadurch mehr im Geschehen involviert zu sein. Es handelt sich somit um eine romantische, leichte Geschichte, die perfekt für den Sommer ist und ein paar schöne Lesestunden beschert. Ich empfehle das Buch jedem Buchliebhaber und möchte noch ein extra großes Lob für das Tolle Cover ansprechen, das eine wirkliche Augenweide ist!

Cover:
Die Buchhandlung der Träume

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Rezension zu „Ihr totes Herz“ von Rebeca M. Williams

Klappentext:
Es war einer dieser Albträume, aus denen man panisch aufwacht, um erleichtert festzustellen, dass man sicher im eigenen Bett liegt. Doch etwas stimmt nicht. Ihr Körper ist blutverschmiert. Jessie weiß weder, wo sie ist, noch was passiert ist. Für sie ein furchtbares Déjà-Vu: Vor 20 Jahren wurden sie und ihre Schwester Fran von vier Männern überfallen. Nach einem heftigen Schlag auf den Kopf verlor Jessie das Bewusstsein und ihr Gedächtnis. Nun scheint die Vergangenheit sich zu wiederholen – doch diesmal liegt ein paar Meter weiter die Leiche eines fremden Mannes …

Über die Autorin:
Rebeca M. Williams ist das Pseudonym einer erfolgreichen Romanautorin, die neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit viele Jahre lang als Juristin gearbeitet hat. Mit ihren Thrillern Schwarze Magnolien und Ihr totes Herz erschließt sie eine neue Erzählwelt voller gefährlicher Machenschaften und menschlicher Abgründe. Rebeca M. Williams lebt in der Nähe von Frankfurt.

Rezension:
Nach einer durchzechten Partynacht wacht Jessie in der Nähe eines Gewässers auf. Sie ist blutverschmiert und verletzt und merkt, dass sie vergewaltigt wurde. Allerdings kann sie sich nicht wirklich an die Ereignisse der letzen Nacht erinnern. Als sie dann außer ihrer Kleidung noch eine männliche Leiche findet, beschleicht sie ein grausamer Verdacht. Jessie will fliehen, um nicht mit dem Mord in Verbindung gebracht zu werden. Sie ruft ihren Exfreund Bert an, der als Anwalt tätig ist und bittet ihn, ihr zu helfen. Die Situation spitzt sich zu, als eine weitere Leiche gefunden wird und der Verdacht wieder auf sie fällt.

„Ihr totes Herz“ ist das erste Buch, das ich von Rebeca M. Williams gelesen habe, aber es wird sicherlich nicht das letzte sein. Man merkt, dass Williams, die unter einem Pseudonym schreibt, vorher selbst als Juristin tätig war, da sie die Abläufe und Zusammenhänge in der Handlung sehr realistisch beschreibt. Ich hatte lange Zeit keine Idee, was hinter den Geschehnissen steckt und wie sich alles auflösen wird – das hat das Buch für mich zu einem richtigen Pageturner gemacht. Auch die Schreibweise der Autorin war angenehm zu lesen und hat zum Spannungsaufbau beigetragen. Williams versteht es, an den richtigen Stellen Andeutungen und Indizien einzubauen, um den Leser bei der Stange zu halten ohne den roten Faden zu verlieren. Jessie ist eigenwillig, aber dennoch authentisch was mir sehr gut gefallen hat, da es sich nicht um einen 08/15-Charakter handelt. Ich bin beim Lesen vollkommen in die Handlung eingetaucht und habe mitgelitten und der Auflösung entgegen gefiebert.

Cover:
Ihr totes Herz

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Rezension zu „Hinter den Türen“ von Hera Lind

Klappentext:
Juliane Bressin hat sich eine fast perfekte Welt geschaffen: treuer Mann, zwei wohlerzogene Kinder, Vollwertkost, Biomüll, Bullerbü. Warum also nicht „drei ganz normale Kinder“ aufnehmen, die übergangsweise eine Pflegefamilie suchen? Doch bald nach Ankunft der Kinder stürzt Julianes hellblauer Himmel ein. Was haben die kleinen Wesen mit thailändischen Wurzeln erlebt? Woran ist der Vater gestorben und warum liegt die Mutter im Koma? Hüten sie ein dunkles Geheimnis? Schon nachwenigen Monaten steht Juliane mit ihrer eigenen Familie an einem Abgrund …

Über die Autorin:
Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Mit den Tatsachenromanen wie „Kuckucksnest“, „Die Frau, die zu sehr liebte“, „Mein Mann, seine Frauen und ich“ und „Der Prinz aus dem Paradies“ eroberte sie erneut die SPIEGEL-Bestsellerliste und machte dieses Genre zu ihrem Markenzeichen. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.
Rezension:
Für das vorliegende Buch habe ich mich entschieden, da mich die Thematik um Adoption und die Aufnahme von Pflegekindern schon länger interessiert.Eine der Hauptfiguren, Juliane Bressin ist die Mutter zweier wohl geratener Kinder und Ehefrau von einem Vorzeigeehemann. Das Familienleben läuft bestens und es gibt keine nennenswerten Probleme im Hause Bressin, so entschließt Juliane sich beim Zeitunglesen dazu, drei Kinder zu sich aufzunehmen, die nicht so eine „perfekte“ erleben durften, wie ihre Kinder. Familie Bressin nimmt darauf hin die drei Pflegekinder auf und schnell zeigt sich, dass die drei Jugendlichen deutliche Verhaltensauffälligkeiten aufweisen, die auf Erlebnissen in ihrer Vergangenheit zu beruhen scheinen. Die Kindmutter erlitt einen Hirninfakt und ist aktuell im Krankenhaus, der Vater ist verstorben. Juliane kann nicht nachvollziehen, warum alle drei Kinder sich weigern, die Mutter zu besuchen.

Nachdem ich schon viel positives über Hera Lind gehört habe, war dies das erste Buch von ihr, das ich gelesen habe. Bisher wusste ich nur, dass sie unterhaltsame, leichte Literatur schreibt – im Gegensatz zu dieser Geschichte, die auf einer wahren Gegebenheit beruht. Mir hat der Schreibstil von Hera Lind sehr gut gefallen, ebenso die Wortwahl, die mir zu der Thematik sehr passend erschien. Es kam des öfteren vor, dass ich fassungslos über die Abläufe war und bin dementsprechend froh, dass die Autorin sich dazu entschlossen hat, das Thema in den Fokus zu rücken und darauf aufmerksam zu machen. Kurzum: Mich hat das Buch um die drei Pflegekinder wirklich tief berührt und ich spreche eine klare Leseempfehlung für jeden aus, der sich für diese Thematik interessiert oder generell gerne Bücher liest, die auf wahren Gegebenheiten beruhen.

Cover:
Hinter den Türen

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Rezension zu „GRIMALDI Der Fluch des Felsens“ von Catherine Aurel

Klappentext:
Genua im 13. Jahrhundert: Raniero, der Erbe der reichen Familie Grimaldi, verliebt sich unsterblich in die schöne Babetje. Als die Grimaldi nach einem blutigen Umsturz aus der Stadt verbannt werden, opfert er sein Glück für die Zukunft seiner Familie und heiratet die Tochter eines Verbündeten. Mit Erfolg: Die Grimaldi erobern den Felsen von Monaco — ihre neue Heimat. Doch um die Macht zu wahren, begeht Raniero eine grausame Tat. Wie durch einen Fluch brechen fortan brutale Schlachten, perfide Intrigen und gnadenlose Schicksalsschläge über die Grimaldi herein. Der Kampf um das Fürstentum beginnt. Und um die Liebe.

Über die Autorin:
Catherine Aurel träumte schon als Kind davon, Schriftstellerin zu werden. Ebenso alt ist ihre Leidenschaft für die Geschichte: Anstelle von Starpostern zierten einst die Stammbäume berühmter europäischer Dynastien ihr Zimmer — darunter auch der der Grimaldi von Monaco. Als sie später mehrere Reisen an die Côte d’Azur unternahm, festigte sich der Entschluss, über die Anfänge der berühmten Fürstenfamilie und der spektakulären Eroberung Monacos im 13. Jahrhundert einen Roman zu schreiben.

Rezension:
Auf dieses Buch bin ich durch das wunderschöne Cover aufmerksam geworden und der Klappentext hat mich dann schlussendlich überzeugt. Inhaltlich geht es, wie der Titel schon vermuten lässt, um die Familie Grimaldi, die wir durch die Jahre 1283 – 1357 begleiten. Kämpfe zwischen zwei Gruppen um Genua machen der Dynastie allerdings das Leben zu dieser Zeit schwer. Im Zentrum der Kämpfe steht der majestätische Felsen, der viel Macht zu versprechen scheint.

Eine Nachfahrin namens Guiditta, die eine uneheliche Tochter von Lafronco ist, gibt diese Geschichte an ihren kleinen Sohn weiter. Dabei handelt es sich um eine Geschichte voller Schicksalsschläge und mysteriöser Vorkommnisse und es scheint, als läge ein Fluch auf der gesamten Familie, der bis heute seine Folgen entfaltet. In dieser Familiendynastie gibt es Streit, Lügen, Machtkämpfe und nicht selten wird gute Laune zum bösen Spiel gemacht.

Ebenso wie das Cover hat mir der Inhalt des Buches sehr gut gefallen. Ich mag Familiensagas generell, wobei ich lange nichts mehr aus dieser Zeit gelesen habe. Mir hat die Idee hinter der Geschichte, sowie deren Umsetzung, sehr gut gefallen. Lediglich die vielen Charaktere aus der großen Familie haben mich zeitweise ein wenig durcheinander gebracht. Ich habe mir dann tatsächlich einen Merkzettel zu den familiären Beziehungen geschrieben, was mir sehr geholfen hat. Man merkt, dass die Autorin sich wirklich Mühe gegeben hat, um die Handlung realitätsnah zu gestalten, was ihr sehr gut gelungen ist. Daher hat mich die Vielzahl der Handelnden und die teilweise verschlungenen Zustände nicht gestört, sondern ich habe die Darstellung als authentisch empfunden. Für Leser, die kein Problem mit vielen Protagonisten haben, und Familiensagas sowie historische Handlungen mögen, spreche ich eine klare Leseempfehlung aus!

Cover:

GRIMALDI Der Fluch des Felsens

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Rezension zu „Das Leben schmeckt nach Erdbeereis“ von Tamara Mataya

Klappentext:
Melanie ist gestresst, vor allem weil ihr neuer Chef ihre Handynummer auf der Kurzwahltaste hat. Und er hat kein Problem damit, von dieser Taste Gebrauch zu machen. Also beschließt sie, eine Auszeit zu nehmen. Auf einer Website entdeckt sie die perfekte Anzeige und tauscht für einen Sommer ihr Apartment in New York City gegen eines in Miami. Was sie nicht weiß, mit der neuen Wohnung kommt auch neuer Mut. Plötzlich ist Melanie waghalsig und sexy. Und das bekommt vor allem Blake zu spüren, als er plötzlich vor ihrer Tür auftaucht. Der beste Freund ihres Bruders war bisher immer tabu für sie. Doch in Miami laufen die Dinge etwas anders …

Über die Autorin:
Tamara Mataya ist eine Bibliothekarin, die es liebt, für jeden das richtige Buch zu finden. Sie unterrichtet Englisch als Fremdsprache und ist zudem Musikerin.

Rezension:
Ich habe bisher kein Buch dieser Autorin gelesen, aber als ich das Cover in Verbindung mit dem tollen Titel gelesen habe (Ich liebe Erdbeereis!) war klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Auf mich machte der Klappentext den Eindruck, dass es sich um ein lockeres Buch für den Frühling/Sommer handelt und genau darauf hatte ich Lust.

Melanie verirrt sich versehentlich an einen FKK-Strand, obwohl sie dort gar nicht hinzupassen scheint. Auch die Idee mit dem Wohnungstausch scheint für sie eher unpassend, doch sie hat sich vorgenommen, ihre Komfortzone zu verlassen und sich neuen Herausforderungen zu stellten. Shawn, der ältere Bruder von Melanie, macht sich anlässlich dieser Veränderungen Sorgen und schickt seinen Kumpel Blake zu ihr, um sich nach ihrem Wohlergehen zu erkundigen. Schnell merkt er, dass Melanie plötzlich ganz anders ist, als bisher…

Mir hat der Einstieg der Geschichte sehr gut gefallen, da man direkt in die Handlung einsteigt und eine gewisse Spannung herrscht, gespickt mit einer ordentlichen Portion Humor. Der Schreibstil von Tamara Mataya ist leicht und passt zum Thema und zum Genre. Überrascht hat mich der hohe Anteil an erotischen Handlungen. Zu Beginn des Buches ist dies nicht der Fall, aber im Verlauf der Geschichte werden immer häufiger sexuelle Handlungen thematisiert. Gestört hat mich das nicht, aber ich denke, für potentielle Leser ist das eine interessante Information – vor allem wenn man Erotikbücher nicht sonderlich mag. Dass die Autorin abwechselnd aus der Sicht von Melanie und Blake schreibt, hat mich sehr angesprochen, weil ich mich somit besser in die beiden hineinversetzen konnte. Beide Hauptcharaktere waren authentisch und sympathisch dargestellt. Melanie machte anfangs einen sehr zurückhaltenden, unauffälligen Eindruck. Daher war es spannend ihre Entwicklung zu einer selbstbewussten Frau zu beobachten, die im Laufe des Buches dargestellt wird. Blake befürwortet diese Veränderung sehr und man merkt, wie er zunehmend Freunde an Melanies Entwicklungen hat.

Cover:
Das Leben schmeckt nach Erdbeereis

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Rezension zu „Die Gabe des Himmels“ von Daniel Wolf

Klappentext:
Anno Domini 1346. Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt. Als er nach Varennes-Saint-Jacques zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos. Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne. Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung. Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr. Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes, und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt …

Gelesen von Johannes Steck. (2 mp3-CDs, Laufzeit: 21h 55)

Über den Autor:
Daniel Wolf ist das Pseudonym von Christoph Lode. Der 1977 geborene Schriftsteller arbeitete zunächst u.a. als Musiklehrer, in einer Chemiefabrik und in einer psychiatrischen Klinik, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit den historischen Romanen »Das Salz der Erde«, »Das Licht der Welt« und »Das Gold des Meeres« gelang ihm der Sprung auf die Bestsellerlisten. Der Autor lebt in Speyer.

Johannes Steck wurde 1966 in Würzburg geboren. Er ist gelernter Theatermaler und Absolvent der Schauspielschule von Professor Krauss in Wien, an der er von 1988 bis 1991 studierte. Neben seiner Bühnenarbeit in Wien, Chemnitz, Würzburg und Darmstadt ist er auch im Fernsehen zu sehen. Außerdem arbeitet Johannes Steck als Radio-, Fernseh- und Hörbuchsprecher.
Für den Hörverlag las er u. a. „Das Salz der Erde“, „Das Gold des Meeres“ und „Das Licht der Welt“ von Daniel Wolf und von Michael Robotham „Der Insider“, „Bis du stirbst“ und „Sag, es tut Dir leid“. Von Matteo Strukul hat Johannes Steck bereits Band 1 der Medici-Reihe „Die Macht des Geldes“ gelesen.

Rezension:
Bei „Die Gabe des Himmels“ handelt es sich um Band 4 der Fleury-Reihe. Obwohl ich die drei vorherigen Teile nicht kenne, hatte ich total Lust auf dieses Buch. Ich bin zur Zeit sehr viel in der Bahn unterwegs und kann da viel lesen – da das Buch so dick, und somit schwer zu tragen, ist, habe ich mich für das Hörbuch entschieden.

Die Hauptfigur, ein junger Mann namens Adrien de Fleury, studiert als erster in der Familiengeschichte Medizin. Er hat hohe Ambitionen, viel auf diesem Gebiet zu erreichen und so arbeitet er neben dem Studium bei einem Wunderheiler. Seine Tätigkeit in der Praxis erscheint ihm daher viel spannender, als die theoretischen Vorlesungen. Er verfügt über einen großen Wissensdurst, der ihn dazu treibt, dass er verbotenerweise eine Leiche sezieren möchte. Da dies zu jener Zeit (im 14. Jahrhundert) allerdings verboten ist, wird er aus der Universität ausgeschlossen. Statt des Studiums macht Adrien dann eine Ausbildung als Chirurg und geht zurück nach Varennes. Dort erwarten ihn einige böse Überraschungen – zum Beispiel, dass sein Vater aufgrund eines Sinneswandels den Besitz der Familie aufgegeben hat. Der Ausbruch der Pest stürzt die Stadt in weiteres Unheil, für das die Juden schuldig gemacht werden. So beginnt eine Zeit voller Herausforderungen, der sich Adrien stellen muss.

Mir hat der „Schreibstil“ von Daniel Wolf gut gefallen und auch der Sprecher war passend gewählt. Die Formulierungen sind inhaltlich mit dem Zeitalter stimmig, wodurch ich mich sehr gut in die Handlung hineinversetzen konnte. Man merkt, dass der Autor sich sehr viel Mühe bei der Recherche gegeben hat, um alles authentisch darzustellen. Obwohl das Hörbuch mit knapp 22 Stunden sehr lang erscheint, fühlte ich mich absolut nicht gelangweilt. Es kamen immer neue Wendungen auf und die Spannung konnte durchweg erhalten werden. Von mir gibt es daher eine ganz klare Empfehlung für dieses (Hör-)Buch an alle, die historische Romane mögen.
Cover:

Die Gabe des Himmels

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Rezension zu „Das Echo der Träume“ von Sara Novic

Klappentext:
„Ana, hör mir zu. Wir werden ein Spiel spielen, Okay? Alles, was du tun musst, ist, ganz nah bei mir zu bleiben, sehr nah. Wenn ich dann in die Grube falle, lässt du dich auch fallen. Mach einfach die Augen zu und halte deinen Körper ganz gerade. Aber es funktioniert nur, wenn wir beide genau im selben Moment fallen. Hast du verstanden?“ Dies sind die letzten Worte, an die sich die 10-jährige Ana erinnert, als sie vom Waldboden aufsteht. Sie hat durch einen Trick überlebt, doch ihr Vater und ihre Mutter sind tot. Es ist 1991, in der Nähe von Zagreb, in einem Land, in dem Nachbarn zu Feinden geworden sind. Ana gelingt die Flucht nach Amerika, zusammen mit ihrer kleinen Schwester Rahela, die noch ein Baby ist. Rahela wächst sorglos heran, doch Ana kann nicht vergessen. Bis sie eines Tages beschließt, zurückzukehren in das heutige Kroatien, an den Ort, der für sie noch immer voller Wunder ist und der einmal ihre Heimat war …

Über die Autorin:
Sara Nović, geboren 1987, studierte an der Columbia University Literatur und Übersetzung. Sie arbeitet als Lektorin beim „Blunderbuss“-Magazin und unterrichtet kreatives Schreiben. „Das Echo der Bäume“ ist ihr erster Roman, der sich auf Anhieb in 14 Länder verkauft hat. Sara Nović lebt in Philadelphia, Pennsylvania.

Rezension:
Zum Einstieg des Buches lernen wir die 10 Jährige Ana kennen, die mit ihrer kleinen Schwester und ihren Eltern in Zagreb, im damaligen Jugoslawien, lebt. Sie beschreibt aus ihrer kindlichen Sicht die angespannte Stimmung zwischen Kroaten und Serben, und den schwelenden Beginn des Brüderkrieges, der nach und nach beginnt. Plötzlich muss sich Ana beim Zigaretten kaufen, für einen Freund ihres Vaters, entscheiden, ob sie serbische oder kroatische Zigaretten möchte. Dabei versteht sie den Unterschied gar nicht. Die Situation spitzt sich zu, als die Nahrung immer knapper wird und die ersten Luftangriffe über Zagreb passieren. Zudem geht es ihrer kleinen Schwester Rahela gesundheitlich immer schlechter, und niemand scheint ihr helfen zu können, da die medizinische Versorgung im kommunistischen System mehr schlecht als recht ist.

Viele Jahre später studiert Ana an einer Uni in Amerika, wo sie schon seit einigen Jahren lebt – doch immer noch beschäftigen sie die Erlebnisse in ihrer Heimat, wo sie ihre Kindheit verbracht hat. Mit der Absicht, diese Erlebnisse zu bewältigen, reist Ana zurück an die Orte ihrer Kindheit. Während Ana und ihre Schwester das Glück hatten, dem Krieg entfliegen zu können, haben ihre Eltern den Krieg nicht überlebt. Nun wird Ana mit den traumatischen Erlebnissen ihrer Kindheit konfrontiert und sieht alles aus den Augen einer Erwachsenen.

Schon anhand des Klappentextes war mir klar, dass dieses Buch spannend, aber aufgrund der wahren Gegebenheiten um den Krieg in Jugoslawien ebenso bedrückend wird. Anhand der Tatsache, dass die Vorkommnisse aus der Sicht eines Kindes dargestellt werden, und zwar in der Ich-Perspektive, war diese Wirkung auf mich noch viel emotionaler als gedacht. Stellenweise brauchte ich wirklich Pausen beim Lesen, um die Inhalte zu verdauen. Verstärkt wurde dies dadurch, dass einige der genannten Orte, wie der Ban-Jelacic-Platz mir in der Realität bekannt sind. Durch das Einbringen von kroatischen Worten und Redewendungen hat Sara Novic die Atmosphäre noch authentischer und vorstellbarer gestaltet, was ihr sehr gut gelungen ist. Ich bin nach wie vor begeistert von diesem Buch und empfehle es definitiv weiter – unabhängig davon, ob man selbst kulturelle Verbindungen zu diesem Thema des Buches hat, oder nicht. Man sollte sich allerdings darauf einstellen, dass im Buch der Krieg sehr genau beschrieben wird, was belastend wirken kann.

Cover:
Das Echo der Bäume
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Rezension zu „Forderung“ von John Grisham

Klappentext:
Sie wollten die Welt verändern, als sie ihr Jurastudium aufnahmen. Doch jetzt stehen Zola, Todd und Mark kurz vor dem Examen und müssen sich eingestehen, dass sie einem Betrug aufgesessen sind. Die private Hochschule, an der sie studieren, bietet eine derart mittelmäßige Ausbildung, dass die drei das Examen nicht schaffen werden. Doch ohne Abschluss wird es schwierig sein, einen gut bezahlten Job zu finden. Und ohne Job werden sie die Schulden, die sich für die Zahlung der horrenden Studiengebühren angehäuft haben, nicht begleichen können. Aber vielleicht gibt es einen Ausweg. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, nicht nur dem Schuldenberg zu entkommen, sondern auch die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Ein geniales Katz- und Mausspiel nimmt seinen Lauf.

Über den Autor:
John Grisham hat 31 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und sechs Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.

Rezension:
Spätestens, nachdem ich vor einigen Monaten „Das Original“ von John Grisham gelesen habe, bin ich diesem Autor regelrecht verfallen und habe mit großer Vorfreude der Veröffentlichung von „Forderung“ entgegengefiebert.

Der Traum davon, als Anwälte in Amerika ordentlich Geld zu scheffeln, hat die Studenten Todd, Mark und Zola dazu bewogen, mit ihrem Jurastudium zu beginnen. Wie sich im Laufe des Studiums zeigt, ist das Studium an der „Foggy Bottom“ aber eben doch nicht mit dem Studium an einer Eliteuni zu vergleichen und der Traum, als erfolgreiche Anwälte zu arbeiten, rückt in weite Ferne. Den drei wird klar, dass sie auf diese Weise nichtmal die Schulden zurückzahlen können, die sie durch ihr Studium aufgebaut haben – was in ihnen eine ordentliche Aggressivität heranwachsen lässt. Als sie dann auch noch durch Zufall von einem Kommilitonen namens Gordy erfahren, dass sie von der Uni regelrecht reingelegt wurden, und man nur ihr Geld wollte, eskaliert die Situation. Nicht nur die Uni, sondern auch andere Institutionen sind in das Lügennetz verstrickt – das wollen die Studenten nicht auf sich sitzen lassen. Gordy geht es durch seine Nachforschungen psychisch immer schlechter und eines Tages nimmt er sich aufgrund der ausweglosen Situation das Leben. Auf sich allein gestellt versuchen die drei nun eine Lösung für ihr Problem zu finden. Während Zola sich vornimmt, das Studium legal zu beenden, wollen Todd und Mark einfach nur an Geld kommen um ihre Probleme zu lösen. Sie eröffnen eine Anwaltskanzlei, in der Hoffnung, dass nicht auffliegt, dass sie gar keinen Universitätsabschluss haben und dementsprechend auch keine wirklichen Anwälte sind. Sie merken schnell, dass sie durch ihre eher dürftige Ausbildung an der Uni nicht den Traum von der großen Karriere wahrmachen können und schließlich werden ihre Machenschaften aufgedeckt. So beginnt eine atemberaubende Flucht, mit vielen Verstrickungen bis hin zu Zolas Familie in Afrika.
Mir hat die Story sehr gut gefallen, da sie gewissermaßen realistisch und doch außergewöhnlich war. Gepaart mit Grishams Schreibstil, den ich schon in den vorherigen Büchern sehr mochte, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Handlung war gut konstruiert und auch schlüssig, sodass das Buch ab der ersten Seite ein Pageturner war. Die Charaktere wirkten authentisch und ich habe mich regelrecht dabei erwischt, mit ihnen mitzufiebern und zu hoffen, dass sie aus ihrer Zwickmühle hinausfinden. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung – erst recht an alle Grisham-Liebhaber!

Cover:

Forderung

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Rezension zu „Der Zauber zwischen den Seiten“ von Cristina Caboni

Klappentext:
Seit sie denken kann, ist Sofia von Büchern fasziniert. Sie liebt das Rascheln der Seiten, den Geruch des Papiers und vor allem die darin beschriebenen Welten. Schon immer haben sie der schüchternen Frau geholfen, der Realität zu entkommen. Als sie eines Tages in einem Antiquariat ein altes Buch kauft, findet sie darin enthaltene Manuskripte und Briefe einer gewissen Clarice, die Mitte des 19. Jahrhunderts gelebt haben soll. Sofia und Clarice scheinen viel gemeinsam zu haben, und Sofia spürt eine Verbindung zu ihr. Um mehr über sie zu erfahren, reist Sofia quer durch Europa. Dabei stößt sie nicht nur auf eine unglaubliche Liebesgeschichte, sondern findet endlich auch ihr eigenes Glück …

Über die Autorin:
Cristina Caboni lebt mit ihrer Familie auf Sardinien, wo sie Bienen und Rosen züchtet. Ihr Debütroman Die Rosenfrauen verzauberte die Leser weltweit und stand in Deutschland wochenlang auf der Bestsellerliste. Ihr zweiter Roman Die Honigtöchter, der auf ihrer Heimatinsel spielt, und Die Oleanderschwestern waren ebenfalls große Erfolge. Der Zauber zwischen den Seiten ist nun Cristina Cabonis viertes Buch, das in der faszinierenden Welt der Bücher spielt.

Rezension:
Dieses Buch wurde mir im Rahmen der Hello-Sunshine Bloggeraktion vom Blanvalet-Verlag zur Verfügung gestellt, sodass es sich bei dieser Rezension um eine #Anzeige beziehungsweise #Werbung handelt. Trotzdem werde ich euch natürlich meine ehrliche Meinung zu dem Buch verraten. 🙂

Ich habe mich für dieses Buch entschieden, weil mir bereits „Die Orleanderschwestern“ so gut gefallen hat, das ich vor einigen Monaten als Hörbuch während der Zugfahrten gehört habe. Außerdem finde ich das Cover wunderschön – hier sind gleich zwei Dinge dargestellt, die mein Herz höher schlagen lassen: Blumen und Bücher.

Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, eine heutzutage, die andere 19. Jahrhundert. Gemeinsam ist beiden Zeitebenen, dass wir jeweils eine beeindruckende, willensstarke Frau als Hauptfigur auf einem Stück ihres Lebensweges begleiten. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts lebt Clarice, die aus einer Adelsfamilie stammt. Durch den frühen Tod ihrer Eltern wächst Clarice bei ihrer Tante und ihrem Onkel auf. Durch Zufall entdeckt sie eines Tages im Keller eine Geheimtür, die sie in die benachbarte Buchbinderwerkstatt führt, wo sie heimlich die Kunst des Buchbindens lernt. Doch als Clarice älter wird, endet das idyllische Leben, als sie die Ehe eingeht.

Auch die zweite Hauptfigur, Sofia, hat Probleme in ihrer Ehe mit Alberto. Sie hat für ihren Ehemann ihre Leidenschaft, als Bibliothekarin zu arbeiten, aufgegeben. Als sie eines Tages zufällig auf ein altes, sehr beschädigtes Buch ihres Lieblingsautors Christian Philipp Fohr stößt, lebt ihre Leidenschaft wieder auf. Bei dem Versuch, das Buch neu zu binden, findet sie in dem Buch eine versteckte Nachricht, Clarice vor etwa 200 Jahren geschrieben hat. Die Nachricht erscheint Sofia rätselhaft und so macht sie sich auf die Suche nach den anderen beiden Bänden des Buches von Fohr, um das Geheimnis von Clarice aufzuklären. Die Suche nach den Büchern führt sie allerdings nicht nur näher an Clarice, sondern auch zu sich selbst.

Die Schreibweise der Autorin hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen, da sie sehr ansehnlich und emotional schreibt, weswegen ich mich direkt nach Rom zu Sofia versetzt fühlte. Zu Beginn jedes Kapitels hat Cristina Caboni (mindestens) ein passendes Zitat aus bekannten literarischen Werken eingefasst – das passt sehr gut zum Inhalt des Buches und ergänzt die Handlung sehr gut. Obwohl in der Geschichte um Sofia sehr viele „Zufälle“ passieren, die unwahrscheinlich erscheinen, ist die Handlung auf beiden Zeitebenen absolut schlüssig und passend zueinander. Obwohl es sich um einen Roman handelt, ist dieses Buch konstant spannend. Dies liegt einerseits an Sofias Suche nach den weiteren beiden Büchern und auch an ihren privaten Umständen. Andererseits habe ich regelrecht mit Clarice gelitten und sie gleichzeitig sehr bewundert. Die gesellschaftliche Situation der Frauen im 19. Jahrhundert wird gut beschrieben, was ich sehr spannend und ergreifend fand. Mir  ging dies sehr nahe und mir wurde wieder einmal bewusst, wie gut wir es heutzutage haben. Mich hat dieses Buch rundum begeistert und ich empfehle es uneingeschränkt weiter. Das Buch wird voraussichtlich am 20.08.2018 erscheinen. Da ich das Buch als eBook gelesen habe, werde ich es mir (schon allein wegen des tollen Covers) auch als Taschenbuch kaufen.
Cover:
Der Zauber zwischen den Seiten

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