Rezension zu „Das Seehaus“ von Kate Morton

Klappentext:
Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.

Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …

Über die Autorin:
Kate Morton, geboren 1976, wuchs im australischen Queensland auf, studierte Theaterwissenschaften in London und Englische Literatur in Brisbane. Ihre Romane „Das geheime Spiel“, „Der verborgene Garten“, „Die fernen Stunden“ und „Die verlorenen Spuren“ verkauften sich in 38 Ländern insgesamt über zehn Millionen Mal. Auch in Deutschland eroberte sie ein Millionenpublikum, alle Romane sind SPIEGEL-Bestseller. Kate Morton lebt mit ihrer Familie in Australien und England.

Rezension:
„Das Seehaus“ stand schon seit einiger Zeit auf meiner Leseliste. Bei Instagram habe ich viele negative Stimmen zu dem Buch gesehen, weswegen ich es erst jetzt gelesen habe. Die Kritik auf Instagram bezog sich vor allem darauf, dass die Handlung v.a. am Anfang zu träge ist, weswegen ich sehr aufmerksam an das Buch herangegangen bin.

Die Handlung spielt überwiegend in zwei Zeitebenen, 1933 und 2003, aber auch die Zeit um 1911 und einige andere Jahre werden in dem Buch angeschnitten, was ich als sehr spannend empfunden habe. Der Einstieg in die Handlung erfolgt im Juni 1933 mit der Schilderung eines wunderschönen Mitsommernachtsfestes auf dem Anwesen der Familie in Loeanneth. Schon dadurch merkt der Leser, dass es eine Stärke der Autorin ist, die Umgebung auf eine authentische und doch märchenhafte Weise zu beschreiben, was mich sehr berührt hat. Auch die handelnden Personen sind authentisch und jeder auf seine eigene Art sympathisch. Alles scheint perfekt zu sein, bis das Verschwinden des 11 Monate alten Theo die Idylle des perfekten Familienlebens jäh beendet.

2003 stößt die Polizistin Sadie, die aus privaten Gründen in Cornwall Urlaub macht zufällig auf den Vorfall von damals und kann ihre Neugier nicht beherrschen, als sie immer mehr um die Geschichte des alten Seehauses eintaucht. Sadie ist keine typische Polizistin, sondern auf ihre eigene Weise mit den belastenden Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit steht die Geschichte aus dem Jahr 1933 in einem ganz neuen Licht und es ist fraglich, ob Sadie die Geschehnisse aus dem Jahr 1933 und die Geheimnisse der Familie Edevane aufdecken kann, um das Verschwinden des Jungen aufzuklären.

Mir hat die Idee hinter der Geschichte wunderbar gefallen und ebenso die Umsetzung, was für mich eine Seltenheit ist, sodass ich es hier besonders erwähnen möchte. Dass die Handlung zäh beginnt ist meiner Meinung nach nicht der Fall. Mir hat das Buch von Anfang an sehr gut gefallen und ich wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Beide Geschichten haben mich sofort in ihren Bann gezogen, weil sowohl Sadie als auch Familie Edevane sehr authentisch und spannend dargestellt wurden. Es gibt viele kleine Verstrickungen und Zusammenhänge, die für Spannung und Nervenkitzel sorgen, sodass der Roman im Großen und Ganzen eher ein Krimi ist. Die Handlung ist schlüssig und wirklich gut konstruiert, so dass alles zusammen passt. Das Ende war für mich im Groben vorhersehbar, die Einzelheiten waren aber sehr überraschend, weswegen ich das Ende sehr gelungen fand. Außerdem erhält man durch die frühere Zeitebene schöne und interessante Einblicke in das Leben zur damaligen Zeit und in die Gefühlswelt der Charaktere. Für mich war das Buch somit rundum gelungen und definitiv eines der besten Bücher seit langem, sodass ich eine klare Leseempfehlung ausspreche!

PS: Im Anhang des Buches sind als kleines Extra Informationen über die Gegend um Cornwall und einige Zusätze, die für mich sehr lesenswert waren, ebenso wie die Bilder dazu.

Cover:
Das Seehaus

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Rezension zu „Das Runner’s World Laufbuch für Einsteiger“

Klappentext:
Gewicht verlieren, Stress abbauen, sich im eigenen Körper rundum gut fühlen und vieles mehr: Laufen ist der einfachste und effektivste Weg dorthin. Aber wie startet man richtig durch als Laufanfänger? „Das Runner’s World Laufbuch für Einsteiger“ widmet sich all diesen Fragen, die sich Laufeinsteigern und -wiedereinsteigern stellen. Es enthält das Wissen, das Sie benötigen, um in die Laufschuhe zu schlüpfen und erfolgreich loszulaufen: der Start und die ersten Laufschritte; die nötige Inspiration, um motiviert zu bleiben; Tipps zur gesunden Ernährung und zur Verletzungsprophylaxe; realistische Trainingspläne, um Schritt für Schritt voranzukommen, und natürlich viele Erfahrungsberichte anderer Einsteiger. Laufen macht Spaß und belohnt. Also: Start to run!

Über den Autoren:
Jennifer Van Allen ist Redakteurin bei Runner’s World und zertifizierter Laufcoach. Sie managt „The Starting Line“, das Online-Trainingprogramm der amerikanischen Runner’s World.

Bart Yasso ist Autor des Titels „My Life on the Run“ sowie „chief running officer“ der Runner’s World USA.

Amby Burfoot, Reporter der Runner’s World und Gewinner des Boston-Marathons in 1968, hat bereits 170.000 km laufend zurückgelegt (und läuft noch weiter).

Pamela Nisevich Bede ist Expertin für Sporternährung und Mitinhaberin eines Unternehmens für Ernährungsberatung.

Rezension:
Weil ich mich nach langer Zeit endlich mal mit dem Joggen anzufangen, kam ich auf die Idee mir dieses Buch als Begleiter für dieses Vorhaben zu bestellen. Die Wahl fiel auf dieses Buch, da es sich speziell an Einsteiger richtet, seriös wirkt und ansprechend gestaltet ist. Obwohl das Buch sich an Einsteiger richtet, sind auch Wiedereinsteiger eine passende Zielgruppe dafür.

Gegliedert ist das Buch in drei Teile, außerdem gibt es natürlich ein Vorwort und ein Fachwortverzeichnis, das mir sehr hilfreich erschien.
Der erste Teil bietet die Grundlagen und gibt dem Leser die nötige Motivation sowie wissenschaftliche Erkenntnisse mit auf den Weg. Besonders gut haben mir die Trainingspläne gefallen, denn das war ein Grund warum ich mich für dieses Buch entschieden habe. Für mich als Anfänger bietet das eine gewisse Orientierung, was mir viel bedeutet.

Anschließend beschäftigt sich der zweite Teil des Buches mit den Themen Gewichtsreduktion und richtige Ernährung. Dass man mit dem Laufen sein Gewicht vermindern kann dürfte bekannt sein, aber hier erhält man Tipps, wie man einen langfristigen Erfolg erreichen kann. Der dritte Teil ist der Gesundheit und Prävention gewidmet. Hier geht es darum, Verletzungen so gut es geht zu verhindern. Darüber hinaus wird der richtige Umgang mit Verletzungen angesprochen, was ein wichtiges Thema darstellt.

Mir hat das Buch super gut gefallen. Es ist wirklich das, was ein Einsteiger braucht. Die richtige Mischung aus Trainingsplänen, Motivation, Erfahrungen und fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verschiedenen Themen. Die Sprache und Gestaltung ist sehr ansprechend, sodass ich wirklich Lust hatte, mit dem Buch zu arbeiten. Das hat meine Motivation gesteigert und ich habe schnell kleine Erfolge bemerkt. Daher empfehle ich das Buch an alle, die (wieder) mit dem Laufen anfangen möchten oder sich einfach für das Thema interessieren.

 

Cover:
Das Runner's World Laufbuch für Einsteiger

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Rezension zu „Die Schule der Nacht“ von Ann A. McDonald

Klappentext:
»Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.« Diese Nachricht erhält die Amerikanerin Cassandra Blackwell in einem mysteriösen Päckchen, zusammen mit einem alten Foto ihrer verstorbenen Mutter, gekleidet in die schwarze Robe der Oxford Universität. Kurzerhand beschließt sie, nach England zu reisen, um mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Dort entdeckt Cassie eine Welt voller Traditionen und Privilegien und merkt schnell, dass hier eine dunkle Macht am Werk ist – verbunden mit einer geheimen Gesellschaft, die sich Die Schule der Nacht nennt …

Über die Autorin:
Ann A. McDonald wurde in Sussex geboren, studierte Philosophie, Politik und Wirtschaft in Oxford, um anschließend als Musikjournalistin und Unterhaltungskritikerin zu arbeiten. Heute lebt sie in Los Angeles und schreibt hauptberuflich Romane und Drehbücher.

Rezension:
Das Cover dieses Buches hat mir so gut gefallen, dass ich auf den Inhalt neugierig wurde. Auch der Klappentext machte einen tollen, spannenden und außergewöhnlichen Eindruck, weswegen ich das Buch unbedingt lesen wurde. Laut Beschreibung geht es um eine geheime Verbindung, die an der University of Oxford schon seit hunderten von Jahren existiert. Den Mitgliedern des Bundes wird nachgesagt, dass sie mysteriöse Dinge tun und weltweit ihre Finger im Spiel haben.

Der Einstieg des Buches ist Cassies erster Tag an der Universität in Oxford. Im Gegensatz zu ihren Kommilitonen ist Cassie allerdings nicht mit Feuereifer auf das Studium gespannt. Sie ist extra von Amerika nach Oxford gereist, um einen mysteriösen Hinweis aus der Vergangenheit ihrer längst verstorbenen Mutter zur rufen. Der Absender des Hinweises bittet Cassies Mutter, zurück zu kommen und alles wieder in Ordnung zu bringen. Cassie ist verwundert, sie wusste nicht, dass ihre Mutter jemals in Oxford war, weswegen sie dem geheimnisvollen Hinweis unbedingt auf die Spur gehen möchte. In Oxford knüpft sie langsam Kontakte und begibt sich immer mehr auf die Suche nach Spuren ihrer Mutter und das Geheimnis, das sie mit ins Grab genommen hat.

Der Anfang des Buches hat mir ziemlich gut gefallen. Auch wenn es nicht immer wirklich spannend war, bekam man einen interessanten Eindruck von dem vermeidlichen Leben in Oxford und lernt die Hauptfigur kennen.  Die Protagonistin ist sehr sympathisch, auch wenn sie etwas merkwürdig wirkt, was sicher aufgrund ihrer Vergangenheit nachvollziehbar ist. Auch Oxford als Schauplatz hat mir sehr gut gefallen, da eine wunderschöne, düstere und geheimnisvolle Atmosphäre erzeugt wurde.

Was mich sehr gestört hat, war dass die Handlung teilweise extrem zäh verläuft, sodass nur Geplänkel passiert, das weder spannend, noch wirklich bedeutsam für die Handlung ist. Erst ab etwa der Mitte des Buches steigt die Autorin wirklich in das Kernthema das Buches ein, was mich sehr gewundert hat, da ein großer thematischer Wechsel passiert ist. Spätestens ab diesen Punkt fand ich die Einordnung des Buches als „Roman“ nicht mehr passend. Fantasy wäre in meinen Augen deutlich besser gewählt, da die zweite Hälfte des Buches stark in diese Richtung geht. Das hätte ich in diesem Umfang anhand der Beschreibung des Buches im Vorfeld nicht erwartet, was bei mir für Verwunderung sorgte.

Obwohl mir die Idee hinter dem Buch wirklich sehr gut gefällt, finde ich die Umsetzung nicht gut gelungen. Erst die letzten 100 Seiten sind voller Spannung und haben wirklich mit dem Thema des Buches zu tun. Während die Geschichte am Anfang sehr langsam läuft, passiert am Ende alles sehr schnell und manchmal überstürzt. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass manche Sachen einfach in den Raum geworfen wurden, obwohl die Vorgeschichte oder der Zusammenhang fehlt, was ich sehr schade fand. Dadurch wirkte das Ende total abgehakt. Ich habe mich gefragt, warum die eher irrelevanten Sachen am Anfang so ausführlich beschrieben werden, aber das Wichtige am Ende wird total kurz gehalten. Das Konzept dahinter verstehe ich nicht und das hat mir sehr den Spaß beim Lesen zerstört.

Wer sich im Vorfeld über die Dinge klar ist, die ich als Nachteile empfinde, hat sicher trotzdem viel Spaß beim Lesen des Buches. Die Idee der Autorin ist wirklich sehr interessant und lesenswert. Da die Umsetzung meines Erachtens nicht gut gelungen ist, erfolgt eine sehr eingeschränkte Leseempfehlung.

 

Cover:
Die Schule der Nacht

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Rezension zu „Die Krumpflinge – Egon macht Ferien“ von Annette Roeder

Klappentext:
Ferienzeit! Schönste Zeit? Nicht für Albi Artich, der mit seinen Eltern in ein langweiliges Wellness-Hotel in die Berge fahren soll. Wie gerne würde er mit Lulu und ihrer Familie zwei Wochen auf dem italienischen Zeltplatz verbringen. Doch für Frau Artich gibt es nichts Schlimmeres als Camping! Als Krumpfling Egon seinen Menschenfreund so traurig sieht, schmiedet er einen kühnen Plan: Albi soll den ersehnten Camping-Urlaub bekommen – koste es was es wolle …!

Über die Autorin:
Annette Roeder, geboren 1968 in München, ist Autorin, Illustratorin und Architektin. Seit dem Jahr 2000 schreibt sie Bilder- und Kinderbücher, aber auch Romane für Erwachsene. Mit ihren drei Kindern lebt sie am Stadtrand von München.

Rezension:
Obwohl mein Cousin das empfohlene Mindestalter von 6 Jahren noch nicht erreicht hat, war ich sicher, dass er viel Freude mit diesem Buch haben wird. Schon alleine das Cover ist so süß und ansprechend gestaltet, dass mir klar war, dass es ihm gefallen wird. Hier handelt es sich um den 8. Teil der Krumpflinge-Reihe, aber das hat für uns kein Problem dargestellt, obwohl das der erste Teil dieser Reihe war, den wir gelesen haben.

Thematisch passt das Buch, das am 22. Mai erschienen ist, super zum Sommer, weil es, wie der Titel schon sagt, um Egon geht, der Sommerferien macht. Die Idee hinter der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, weil sie einerseits spannend, andererseits aber auch total lustig ist, was für Kinder natürlich besonders wichtig ist. Wir lernen Egon kennen, dessen Freund immer im Sommer mit seinen Eltern in ein luxuriöses Hotel fährt, um dort die Ferien zu verbringen. Leider sind aber keine Kinder erwünscht, nur Egons Freund darf doch mit. Egon findet das natürlich gar nicht gut, weil er nicht alleine zu Hause die Ferien verbringen möchte, während sein Freund mit seiner Familie in dieses tolle Hotel fährt. Die beiden Freunde stecken nun ihre Köpfe zusammen und versuchen auf eine Idee zu kommen, wie sie es schaffen, dass sie beide zusammen in den Urlaub fahren können und die Ferien gemeinsam verbringen. Das sorgt natürlich für viel Unterhaltung und ganz viel Spaß beim Lesen.

Auch für Erwachsene finde ich die Geschichte sehr gut, egal ob zum Vorlesen und zum Zuhören beim Lesen üben. Manche Kindergeschichten sind inhaltlich für Erwachsene ja eher primitiv, aber hier handelt es sich um eine wirklich schöne Geschichte über die zwei Freunde. Hinzu kommt, das schöne Werte und Eindrücke über die Freundschaft vermittelt werden, was bei mir einen weiteren großen Pluspunkt gibt. Abgerundet wird die tolle Geschichte durch die ebenso schönen Bilder, die bei Kindern natürlich ganz wichtig sind. Sie passen perfekt zur Geschichte und sind mit ganz viel Liebe zum Detail gestaltet, sodass man ach als Erwachsener ganz entzückt von der Umsetzung ist. Ich bin begeistert von dem Buch, das mir rundum gut gefallen hat. Von mir gibt es keine ganz klare Leseempfehlung für jung und alt.

Cover:
Die Krumpflinge - Egon macht Ferien

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Rezension zu „Girl on the train“ von Paula Hawkins

Klappentext:
eden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse …

Über die Autorin:
Paula Hawkins wuchs in Simbabwe auf. 1989 zog sie nach London, wo sie bis heute lebt. Sie arbeitete fünfzehn Jahre lang als Journalistin, bevor sie mit dem Schreiben von Romanen begann. Ihr erster Spannungsroman Girl on the Train wurde zu einem internationalen Phänomen. Der Roman wurde in über 40 Sprachen übersetzt, eroberte weltweit die Bestsellerlisten und wurde 2016 mit Emily Blunt in der Hauptrolle verfilmt. Paula Hawkins‘ zweiter Spannungsroman Into the Water erscheint im Mai 2017.

Rezension:
Bei diesem Psychothriller, der mit tiefen, authentischen Charakteren statt mit viel Blut und brutalen Verbrechen kontert, kann man definitiv viel Spannung erwarten. Zu Anfang lernen wir Rachel kennen, sie ist Alkoholikerin, psychisch total am Ende und fährt jeden Tag mit der Bahn nach London. Unterwegs hält der Zug meist am selben Signal, von wo aus sie auf verschiedene Häuser und Gärten blickt. Eines Davon ist das Haus von Megan und Scott, die sie schnell in ihr Herz schließt. In Rachels Augen führen die beiden die perfekte Beziehung – ein Leben, nach dem sie sich selbst sehr sehnt. Als die hübsche Megan eines Nachts plötzlich verschwindet, ist nichts mehr wie es war. Dort stößt die Geschichte um Rachel mit einer anderen Geschichte zusammen und die Geschichte wird aus neuen Perspektiven erzählt. Plötzlich sind auch Rachel, ihr Exfreund Tom und dessen neue Freundin Anna in den Vorfall verstrickt und es beginnt ein undurchsichtiges treiben, indem die Spannung von Seite zu Seite immer mehr steigt, bevor es ein unerwartetes Ende gibt, das für mich ein klarer Höhepunkt war.

Ich war sehr zufrieden mit dem Buch. Zum einen waren die Charaktere authentisch und durch ihre labilen, verrückten Züge sehr interessant, auch wenn sie teilweise wirklich bemitleidenswert waren. Die Handlung ist gut durchdacht und hält immer wieder unvorhersehbare Überraschungen bereit, die wirklich viel Spannung mit sich bringen. Unterstützt wird das durch die tolle Schreibweise der Autorin, die mich sehr begeistert hat. Alles in Allem ist dieser außergewöhnliche Psychothriller definitiv lesenswert!

Cover:
Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.
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Rezension zu „Murder Park“ von Jonas Winner

Klappentext:
Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde.

Ein Killer ist auf der Insel …keiner kann dem anderen trauen …die nächste Fähre kommt erst in drei Tagen …

Über den Autor:
Jonas Winner wuchs in Berlin, Rom und den USA auf, Studium in Deutschland und Frankreich. Nach seiner Promotion über Spieltheorie arbeitete er zehn Jahre lang als Fernsehjournalist, danach folgten Drehbücher fürs deutsche Fernsehen und Romane. Mit dem Self-Publishing-Erfolg »Berlin Gothic« gelang Winner der Durchbruch als Spannungsautor. Besuchen Sie Jonas Winner auf jonaswinner.com und Facebook.

Rezension:

Schon als ich das Video zu diesem Buch bei Youtube gesehen habe, war mir klar, dass dieses Buch etwas für mich ist. Beim Lesen hat mich von Anfang an der Schreibstil etwas gestört. Ich kann es nicht genau klären, aber irgendwie bin ich mit dem Schreibstil nicht klar gekommen, weswegen ich es nicht geschafft habe, richtig in das Geschehen einzutauchen.

Die Idee hinter der Handlung finde ich sehr gelungen. Auf der Insel, die ehemals ein sehr beliebter Freizeitpark war, wurden vor 20 Jahren drei Frauen umgebracht. Jeff Bohner, der damals als Mörder der drei Alleinerziehenden überfuhrt wurde, konnte damals gefunden und getötet werden. Nun soll genau diese grausame Geschichte genutzt werden: Auf der Insel soll ein Freizeitpark namens Murder Park gegründet werden, der mit den Ängsten der Besucher spielt.

Eine Gruppe von Personen, unter ihnen der Reporter Paul Greenblatt, besucht diese Insel, um den Park vorab zu testen. Unter ihnen fällt die Sprache schnell auf die Morde von vor 20 Jahren und den damaligen Mörder. Es entsteht unter ihnen das Gerücht, der Mörder sei damals, nicht wie geglaubt, getötet worden, sondern immer noch am Leben. Schnell führt dieses Gerücht zu einer hysterischen Stimmung, da die 12 Personen drei Tage lang alleine auf der Insel ausharren, bis sie wieder von der Fähre abgeholt werden.

Der Schreibstil ist grundsätzlich ziemlich nüchtern, was ich sehr schade fand. Darüber hinaus haben mich anfangs die Gesprächsprotokolle gestört, die immer mal wieder im Buch eingeschoben sind. Letztendlich finde ich die Idee dahinter aber gut, sodass es für mich kein großes Manko nachstellt. Die Handlung hat Jonas Winner sehr gut beschrieben, sodass es immer wieder spannend wird und unerwartete Wendungen stattfinden. Auch das Ende war für mich nicht vorhersehbar, was einen weiteren Pluspunkt darstellt.

Vor allem, da ich auf Youtube schon einen Trailer über das Buch gesehen hatte (https://www.youtube.com/watch?v=II8Z2SKiKnQ) habe ich gehofft, dass im Buch Bilder eingestreut werden oder ähnliches – das hätte mir sehr gut gefallen, weil es dann noch „realer“ gewirkt hätte. Trotz der genannten Punkte wurden meine Erwartungen an den Thriller nicht enttäuscht, sodass ich das Buch definitiv weiter empfehlen werde.

Cover:
Murder Park

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Rezension zu „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde

Klappentext:
England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?

Über die Autorin:
Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist eine bekannte Drehbuch- sowie Kinder- und Jugendbuchautorin. Die Geschichte der Bienen ist ihr erster Roman für Erwachsene, der zunächst national und schließlich auch international für Furore sorgte. Er stand monatelang auf der norwegischen Bestsellerliste und wurde mit dem Norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet.

Rezension:
Die vorliegende Geschichte spielt in drei verschiedenen Zeitebenen. Zum einen in der Vergangenheit, in der Gegenwart (2007) und in der Zukunft. Alle drei Zeiten beschäftigen sich mit dem zentralen Thema der Imkerei und deren Bedeutung für die Bevölkerung. Hier wird schon zu Beginn geschildert, wie tragisch das Leben in der Zukunft verläuft, ausgelöst durch das Sterben der Bienen und die dadurch entstehenden Belastungen für die Menschen, die versuchen, diesen Verlust auszugleichen. Die Protagonisten der drei Zeitebenen werden sehr authentisch beschrieben, sodass der Leser sich gut in ihr Leben und ihre Handlungen hineinversetzen kann. Sie alle sind geprägt von ähnlichen Ängsten, Wünschen, Hoffnungen und Sehnsüchten. Durch diese Darstellung, die von das selbe Thema zu verschiedenen Zeiten betrachtet, entsteht ein abgerundetes Bild zu der Bedeutung, die die Bienen für unsere Gesellschaft haben. Maja Lunde ist es gelungen, einen spannenden und gleichzeitig mahnenden Roman zu einem Thema zu schreiben, das bisher wenig Beachtung fand, obwohl es für die Menschheit von großer Relevanz ist.

Mir hat sowohl der Schreibstil der Autorin, als auch die Gliederung in drei Zeitebenen sehr gut gefallen. So entsteht ein abgerundetes Bild und der Leser erhält gleichzeitig gute Unterhaltung und lehrreiche Informationen, die vielen Lesern sicherlich neu sind. Diese Mischung aus schönen und informativen Lesestunden hat mir sehr gut gefallen. Ich habe lange damit gewartet, dieses Buch zu lesen, weil ich Bienen bisher keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt habe. Obwohl ich nicht zu den Hobby-Imkern zähle hat mir dieses außergewöhnliche Buch aber so gut gefallen, dass ich eine klare Leseempfehlung dafür ausspreche!

Cover:
Die Geschichte der Bienen

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