Rezension zu „Vorwärts küssen, rückwärts lieben“ von Sybille Hein

Klappentext:
Eigentlich wollte Pia sich nie wieder in einen Schönling verlieben. Eigentlich sollte es ein Sommer werden, in dem Mückenstiche und Fruchtfliegen zu ihren größten Herausforderungen zählen. Aber dann steht August vor ihr. Charmant, schlagfertig und sexy wie Ryan Gosling. Selbst Pias dicker Kater ist entzückt. Während Pia schon anfängt, ihr Luftschloss einzurichten, bleibt ihr bester Freund Eddi skeptisch. Wie oft musste er miterleben, dass aus Pias Zuckerwatteherz ein dicker Teerklumpen wird. Er ist ganz sicher: Pia braucht keinen Traumprinzen an ihrer Seite, sondern einen Kumpeltypen zum Anfassen. Denn ohne Freundschaft bleibt jede Liebe immer nur eine Luftnummer. Und tatsächlich: Das Leben hält in Liebesdingen eine zauberhafte Überraschung für Pia bereit – im wahrsten Sinne des Wortes!

Über die Autorin:
Sybille Hein lebt und arbeitet als Autorin und Illustratorin in Berlin. Mit ihrem Musik-Kabarett Sybille und der kleine Wahnsinnige tourte sie jahrelang durch die Republik und füllte viele Kabarettsäle. Schon in ihren Bühnenprogrammen nahm sie am liebsten das tragikomische Gerangel der Geschlechter aufs Korn. Vorwärts küssen, Rückwärts lieben ist ihr erster Erwachsenenroman. Teil des Romans ist eine Songkollektion, die eigens für diese Geschichte getextet und komponiert wurde.

Rezension:
Die Hauptfigur, Pia, ist über dreißig und hat seit jeher das Problem, dass sie sich in schöne Märchenprinzen verliebt, die letztendlich doch nur ihr Herz bricht. Ihr Geld verdient Pia damit, Kinderbücher zu illustrieren, was für sie ein sehr erfüllender Beruf ist. Pia macht einen glücklichen Eindruck, was auch an einem Mann liegt: ihrem besten Freund Eddi.

Eines Abends, nachdem sie gerade rechtzeitig mit der Illustration eines Kinderbuches fertig geworden ist, plant Pia einen entspannten Abend vor dem TV. Dazu fehlt ihr nur noch etwas zu essen, weswegen sie sich auf den Weg in den Supermarkt begibt, um ihren Hunger zu stellen. Als sie in der Tiefkühltheke nach der letzten Pizza dieser Art greift, lernt sie in dieser Situation einen umwerfend schönen Mann kennen. Während Pia dreckig und k.o. von der Arbeit ist, sieht dieser Mann einfach umwerfend aus und scheint ein echter Gentleman zu sein. Sie kann die Begegnung mit ihm nicht vergessen und versucht darauf hin, ihm noch einmal zu begegnen.

Eines Tages erfüllt sich dieser Wunsch tatsächlich und die beiden treffen aufeinander. Der schöne Mann zieht Pia immer mehr verzaubert. Eddi erkennt hier wieder das typische Muster und rät zu Vorsicht und Vernunft, aber mit seinen Warnungen findet er kein Gehör.

Ich fand die Schreibweise anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, da ich stellenweise den Eindruck hatte, dass die Autorin „zwanghaft“ versuchte, lustig und lässig zu schreiben, was zum Beispiel durch flache Wortspiele zum Vorscheinen kam. Abgesehen davon ist der Schreibstil sehr passend zu der „modernen“ Atmosphäre, in der die Liebesgeschichte spielt. Man kommt mit dem Lesen flüssig voran und fiebert stellenweise geradezu mit Pia mit.

 

Cover:
Vorwärts küssen, rückwärts lieben

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Rezension zu „SOG“ von Yrsa Sigurdardóttir,

Klappentext:
Zwölf Jahre nach dem Tod und der Vergewaltigung eines Mädchens wird eine Zeitkapsel in Reykjavik gehoben. Darin enthalten: 10 Jahre alte Briefe von Schülern, die beschreiben, wie sie sich Island im Jahre 2016 vorstellen. Darunter findet sich noch etwas anderes: eine unheimliche Botschaft, die akribisch genau die Initialen von zukünftigen Mordopfern auflistet. Kurz danach werden zwei abgetrennte Hände in einem Hot Tub in der Stadt treibend gefunden. Doch noch hat keiner eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gestellt. Schon bald taucht die erste verstümmelte Leiche auf, dicht gefolgt von einer zweiten, und es ist klar, dass die Botschaft aus der Zeitkapsel ernst zu nehmen ist.

Ein Fall für Kommissar Huldar, der sich beweisen muss: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht …

Über die Autorin:
Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den „besten Kriminalautoren der Welt“ (Times Literary Supplement). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit „Das letzte Ritual“, einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. SOG ist nach DNA der zweite Roman um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

Rezension:

„SOG“ von Yrsa Sigurdardottir ist der zweite Thriller, in dem Komissar Huldar ermittelt. Er arbeitet an einem Fall, in dem eine mysteriöse Zeitkapsel in Rejkjavik gefunden wurde. Darin enthalten sind Briefe, die von Schülern geschrieben und vor 10 Jahren vergraben wurden. Die Schüler haben in ihren Briefen niedergeschrieben, wie sich in ihrer Vorstellung Island bis ins Jahr 2016 verändern wird. Neben den Briefen enthält die Kapsel aber auch ein Schriftstück, das die Initialen von Menschen beinhaltet, die ermordet werden sollen. Im Rahmen seiner Ermittlungen bezieht der Kommissar Huldar Freyja mit in seine Arbeit ein, da er sich von der Kinderpsychologin Hilfe bei der Aufklärung des Verbrechens erhofft.

Der Schreibstil von Yrsa Sigurdardottir ist wie gewohnt durch Spannung und geschickte Wendungen geprägt. Die Charaktere dieses Buches sind sehr authentisch dargestellt und fügen sich sinnvoll und passend in die Handlung ein, sodass ein schlüssiges Gesamtbild entsteht. Hin und wieder werden Vermutungen offen gelassen, die den Leser zum rätseln und nachdenken anregen, was für mich ein weiterer Pluspunkt in Bezug auf die Spannung dargestellt hat. Man kann zwar grob abschätzen, welcher Hintergrund zu der Tat existiert, aber trotzdem gibt es unerwartete Geschehnisse und Ereignisse, was für mich eine perfekte Mischung ist, weil ich das Ende nicht vorhersehen konnte.

Mir hat der außergewöhnliche Plot dieses Thrillers sehr gut gefallen, ebenso wie der Schreibstil von Yrsa Sigurdardottir, den ich auch in der Vergangenheit immer sehr gemocht habe. Für dieses gut durchdachte Buch gibt es daher eine klare Leseempfehlung von mir.

 

 

Cover:
SOG

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Rezension zu „Die Liebe hört nie auf“ von Betsy Duffey Laurie Myers

Klappentext:
Es ist ihr großer und langersehnter Tag: der Hochzeitstag von Julia und Douglas. Die Kirche ist geschmückt, das Orgelvorspiel hat begonnen. Douglas, die Trauzeugen und alle Gäste sind da – nur von der Braut keine Spur. Wo steckt Julia?

Während nach ihr gesucht wird, blättern die Gäste im Programmheft. Dort sind die Bibelverse aus 1. Korinther 13 abgedruckt. Plötzlich entwickeln für manche der Gäste die Verse ein Eigenleben. Sie begeben sich auf eine Gedankenreise in ihre eigene Geschichte. Ein wunderbarer Roman über die Kraft biblischer Worte.

Rezension:
Dieses christliche Buch beschäftigt sich mit dem „schönsten Tag im Leben“ des Liebespaares Douglas und Julia. Alles ist vorbereitet, die Gäste und auch der Bräutigam warten voller Vorfreude auf den Beginn der Zeremonie um die Eheschließung. In letzter Minute ändert Julia, die Braut, aber ihre Meinung. Sie lässt sich von den Zweifeln mitreißen und beschließt, nicht die Ehe mit Douglas einzugehen. Während die Gäste also warten, ob die Braut doch noch rechtzeitig auftaucht, orientieren sie sich am Hohelied der Liebe, welches die Gedanken der Hochzeitsgesellschaft auf verschiedene Weise beeinflusst.

Besonders positiv ist mir der rote Faden der Handlung aufgefallen, der sich durch die Orientierung am Hohelied der Liebe quasi von selbst ergibt. Allgemein ist der Schreibstil tiefgründig, aber doch sehr ansprechend, was das Lesen unterhaltsam macht obwohl es tiefsinnige Inhalte behandelt. Es ist toll zu verfolgen, wie ein einziger Bibelvers gleich mehrere Menschen leiten und beeinflussen kann, sodass sie Gottes Wirken und seine Liebe spüren können. Der Leser wird hier auch zum Nachdenken über sein eigenes Verhalten im Alltag nachgedacht und darüber, ob das mit dem Bibelvers zusammen passt, oder ob man vielleicht eine Chance zur Veränderung sieht. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die „Moral“, dass Gottes Liebe die Grundlage für die zwischenmenschliche Liebe, wie bei dem Brautpaar Julia und Douglas, darstellt.

Cover:
Die Liebe hört nie auf

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Rezension zu „Das Original“ von John Grisham

Klappentext:
In einer spektakulären Aktion werden die handgeschriebenen Manuskripte von F. Scott Fitzgerald aus der Bibliothek der Universität Princeton gestohlen. Eine Beute von unschätzbarem Wert. Das FBI übernimmt die Ermittlungen, und binnen weniger Tage kommt es zu ersten Festnahmen. Ein Täter aber bleibt wie vom Erdboden verschluckt und mit ihm die wertvollen Schriften. Doch endlich gibt es eine heiße Spur. Sie führt nach Florida, in die Buchhandlung von Bruce Cable, der seine Hände allerdings in Unschuld wäscht. Und so heuert das Ermittlungsteam eine junge Autorin an, die sich gegen eine großzügige Vergütung in das Leben des Buchhändlers einschleichen soll. Doch die Ermittler haben die Rechnung ohne Bruce Cable gemacht, der überaus findig sein ganz eigenes Spiel mit ihnen treibt.

Über den Autor:
John Grisham hat 31 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und sechs Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.

Rezension:
Nach langer Zeit habe ich mich mal wieder an ein Buch von John Grisham gesetzt,weil der Klappentext mich so neugierig gemacht hat. Die Geschichte baut darauf auf, dass aus der Bibliothek der Universität in Princeton bei einem Raubüberfall Originalskripte von John Fritzgerald entwendet werden. Die Tatsache, dass es Originalausgaben sind, die somit nicht nur für die Universität einen hohen Wert haben, macht den Raub zu einem wahren Desaster.

Eine der Hauptpersonen, Mercer, ist an der Uni beschäftigt, träumt insgeheim aber von einer Karriere als Schriftstellerin. Sie steckt momentan in ziemlichen finanziellen Problemen, weswegen sie nicht gerade ein leichtes Leben führt. Da bekommt sie plötzlich den Vorschlag, sich undercover mit einem Buchhändler, Bruce Cable, anzufreunden, um ihn und seine Geschäfte unter die Lupe zu nehmen. Hinter diesem Vorschlag steckt ein Versicherungsunternehmen, das den Verdacht hat, Cable könnte in den Raub bzw. Handel der gestohlenen Originalmansukripte verstrickt sein. Gedrängt durch ihre finanzielle Lage willigt Mercer schließlich diesem Vorschlag ein und versucht, den ihr gestellten Auftrag zu erfüllen.

Wie gewohnt schreibt John Grisham wieder in seiner etwas einzigartigen Schreibweise, die oft einer Aufzählung gleicht. Mich persönlich hat das beim Lesen nicht gestört, weil ich seinen Schreibstil vorher kannte und somit wusste, worauf ich mich einlasse. Für mich war die Thematik der Originalausgaben bzw. ersten Exemplare spannend und ich denke wer selbst gerne liest oder sich für Literatur interessiert wird an diesem Buch ebenfalls Gefallen finden.

Die Charaktere wirkten für mich an manchen Stellen zu flach und nicht authentisch genug, was mich aber nicht wirklich gestört hat, da der Autor dieses Manko durch die spannende Handlung und eine dazu passende Erzählweise ausgleichen konnte. Für mich war „Das Original“ somit absolut lesenswert und ich spreche eine Leseempfehlung aus, insofern man sich für das behandelte Thema interessiert und die etwas spezielle Schreibweise von John Grisham mag.

Cover:
Das Original

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Rezension zu „Heute fängt der Himmel an “ von Kristin Harmel

Klappentext:
Die Journalistin Emily Emerson befindet sich kurz nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter Margaret an einem besonders schwierigen Punkt in ihrem Leben. Da erreicht sie unvermittelt ein mysteriöses Gemälde, das eine Frau unter einem wunderschönen violettfarbenen Himmel zeigt. Schnell erkennt Emily, dass es sich dabei um Margaret handeln muss, doch dem Bild ist nur eine Notiz mit den Worten »Sie war die Liebe seines Lebens.« beigelegt. Emily ist von diesen Zeilen tief bewegt und begibt sich auf die Suche nach dem Absender. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte, die auch ihr eigenes Leben nicht unberührt lässt …

Über die Autorin:
Kristin Harmel ist Autorin und Journalistin. Ihre Bestseller Solange am Himmel Sterne stehenÜber uns der Himmel und Heute fängt der Himmel an waren in Deutschland große Erfolge und verzauberten auch weltweit viele Leserinnen. Auch ihr neuester Roman Ein Ort für unsere Träume erzählt wieder eine bewegende Geschichte von Liebe und Verlust. Kristin Harmel lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in Orlando, Florida.

Rezension:
Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, auf das ich schon seit längerem sehnsüchtig gewartet habe, nachdem ich vor einer Weile zuerst den Klappentext und dann die Leseprobe las – beides hat mich direkt überzeugt und ich konnte nicht erwarten zu wissen, wie es weiter geht.

Die Journalistin Emily Emerson steckt gerade in ziemlich schwierigen Lebensumständen. Sie hat ihren geliebten Teilzeitjob verloren, indem sie eine Kolumne über Familie und Beziehungen für eine landesweitbekannte Zeitung geschrieben hat. Ihre Verwirrung wird stärker, als sie plötzlich ein Päckchen aus Deutschland erreich. Darin enthalten ist ein wunderschönes Gemälde. Darauf zu sehen ist eine Junge Frau in einem roten Kleid – der Himmel hinter ihr ist violett. Bestaunt stellt Emily fest, dass diese Frau eine beachtliche Ähnlichkeit zu ihrer eigenen Großmutter aufweist, die kürzlich gestorben ist. Als Emily dann auch noch die Notiz „Sie war die Liebe seines Lebens“ findet, steht sie vor einem großen Rätsel. Bezieht sich die Notiz auf ihren Großvater? Nie hat ihre Großmutter Margaret über ihn geredet, weil er sie verlassen hat, als sie schwanger war. Was hat es also mit dieser mysteriösen Notiz auf sich? Emily hat ein komisches Gefühl bei der Sache und beschließt sich auf die Suche nach ihrem verschollenen Großvater zu begeben, auch wenn die Chancen nicht gut stehen, dass sie ihren Großvater finden wird.

Wie erwartet hat das Buch mich durch seine emotionale Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Stellenweise wurden nahezu poetische und philosophische Elemente, in Form von Briefen und Zitaten, eingearbeitet, was für mich einen großen Bonus darstellte. Der Schreibstil der Autorin hat perfekt zu dem Inhalt des Buches gepasst und sie hat geschafft, die Gefühle der Charaktere jeweils passend auszudrücken. Die Charaktere waren (absichtlich) nicht alle sympathisch, aber so hat alles perfekt zusammen gepasst und der Leser konnte auch anhand dieser Personen einige Lehren beziehungsweise Weisheiten für das eigene Leben mitnehmen.

Die Autorin hat sich gut über die Zeit des 2. WK und die Zeit danach, sowie das Leben der Soldaten und Gefangenen informiert, was beim Lesen deutlich wird. Diese authentischen Einflüsse haben mir gut gefallen, weil sie die Handlung und Hintergründe der Geschichte unterstützt haben. Das einzige, was ich nicht ganz so toll fand, war das Ende. Obwohl es sehr emotional ist und an sich gut die Geschichte abrundet, wirkt es für mich zu konstruiert und zu dick aufgetragen. Da kommen einige Zufälle bzw. Umstände zusammen, die zwar durchaus so passiert sein könnten, aber für mich waren es zu viele Ereignisse, die zu plötzlich und überrumpelnd kamen. Trotzdem hat die komplette Geschichte mich, auch in der Zeit nach dem Lesen, sehr berührt und ich habe das Gefühl, einige Impulse für mein eigenes Leben mitgenommen zu haben. Das Buch ist somit nicht nur eine einfache Liebesgeschichte, sondern sie ist sehr mit Weisheiten fundiert, bringt historische Geschehnisse authentisch mit ein und hält einige Wendungen und Überraschungen für den Leser bereit. Aus diesem Grund spreche ich eine hundertprozentige Leseempfehlung aus und kann sagen, dass das Buch meine Erwartungen sogar noch übertroffen hat.

Wie erwähnt finden wir im Buch viele emotionale Zitate. Eines meiner liebsten möchte ich euch hier abbilden: „Ihr beide lehrt mich Tag für Tag, dass Liebe größer, stärker und schöner sein kann, als ich mir je hätte vorstellen können. Solange am Himmel Sterne stehen, werde ich euch lieben.“

Cover:

Heute fängt der Himmel an

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Rezension zu „Die echte kroatische Küche“ von Ino Kuvačić

Klappentext:
Die Küche Kroatiens wird aufgrund ihrer Vielfältigkeit oft „Küche der Regionen“ genannt. In über 90 authentischen Rezepten und stimmungsvollen Bildern wird der einzigartige Charakter dieses Landes eingefangen, Klassikergerichte wie Pasticada oder Duvec, aber auch Spezialitäten wie Dalmatinischer Fischeintopf oder Ente auf Sauerkraut und Feigenkuchen sorgen dafür, dass dem Lesevergnügen auch ein Fest für den Gaumen folgen kann. Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an die kroatische Küche und die perfekte Lektüre zum Schmökern, Kochen und Genießen.

Über den Autor:
Ino Kuvačić wurde in Split, Kroatien, geboren, wo er eine Kochlehre absolvierte und damit die kroatische Küche von Grund auf erlernte und verinnerlichte. Im Jahr 2004 erfüllte er sich mit der Eröffnung des eigenen kroatischen Restaurants „Dalmatino“ in Melbourne seinen langjährigen Traum. Er kehrt jedes Jahr wieder in seine Heimatstadt Split zurück, um sich von den neuen Foodtrends in Kroatien inspirieren zu lassen. Dies ist sein erstes Kochbuch.

Rezension:
Ein wahnsinnig tolles Kochbuch, das nicht nur mit leckeren Gerichten aus der kroatischen Küche, sondern auch mit der Kultur und Lebensart des Landes aufwartet.  Die Gestaltung des Covers und der Seiten ist modern und erinnert stellenweise an Reisemagazin, das Fernweh weckt. Die Fotos der zubereiteten Gerichte sind professionell und qualitativ angerichtet und gedruckt, was die Lust auf das Nachkochen bei mir weiter verstärkt hat. Hinzu kommen Bilder von Landschaften des Landes, aber auch von Menschen oder typischen Szenen, was mir sehr gefallen hat. Besonders, wer schon in Kroatien war wird hier an das schöne Flair und die Stimmung erinnert. Also quasi ein kulinarischer Urlaub für die Seele und für den Gaumen.

Die Portionsgrößen sind passend gewählt und alle benötigten Gegenstände und Produkte sind ausführlich beschrieben, sodass beim Nachkochen keine Fragen offen geblieben sind – und das obwohl ich wirklich untalentiert bin, was das Kochen angeht. Ein weiterer Pluspunkt ist die Vielfalt der Gerichte: Gemüse, Fischgerichte, süße Speisen – da wird jeder fündig. Mein Highlight waren ganz klar die Süßspeisen, und das obwohl ich generell lieber herzhaft esse. Die kroatische Küche hat wirklich viel zu bieten, was Nachspeisen und süße Snacks angeht. Verliebt habe ich mich in die kleinen Krapfen (Fritule), die mich bei jedem Bissen an meinen letzten Urlaub erinnert haben. Auch der Birnenstrudel war wirklich jede Sünde wert und wird bei der nächsten Gelegenheit noch einmal zubereitet, weil er auch in meinem Freundeskreis großen Anklang gefunden hat.

Cover:
Die echte kroatische Küche
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Rezension zu „Mein Zaubergarten“ [Mal- & Hörbuch]

Klappentext:
Ausmalen ist das neue Yoga: Gönnen Sie sich eine Auszeit, indem Sie der Auswahl von Geschichten rund um das Thema „Garten und Natur“ lauschen und dabei die passenden Malvorlagen kreativ gestalten. Entspannen, den Alltag und die Zeit vergessen, zur Ruhe kommen, durchatmen – schon weicht der Alltagsstress bunten Blüten und frischem Grün. Zur Entspannung beim Malen tragen die angenehmen Erzählstimmen von Nico Holonics, Katharina Thalbach und Juliane Köhler bei.

Nachdem der Sommer sich nun langsam verabschiedet, möchte ich euch ein schönes, sommerliches Hör- und Malbuch vorstellen. Ich habe in den letzten Wochen sehr viel darin gehört und gemalt, was mich sehr entspannt hat. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich bei den Motiven um Gartenmotive mit Blumen, Pflanzen und kleinen Tieren wie Schmetterlingen. Die 10 Seiten, die man mit Farbe befüllen kann sind allesamt passend zu dem Thema gestaltet und auf festes, gutes Papier gedruckt, sodass das Malen auch mit nassen Farben Spaß macht und ein schönes Ergebnis hervorbringt. Die Seiten haben ungefähr die Größe A5 und sind lose, sodass man sie prima untereinander aufteilen kann. Das habe ich getan und mit einer Freundin gemeinsam beim Hören der Literatur gemalt – das war total entspannend und wir hatten viel Spaß, als wir unsere Ergebnisse betrachtet und verglichen haben.

Die „Hülle“ in der sowohl die Ausmalbilder, als auch die CDs sind ist liebevoll und hochwertig gestaltet, weswegen sich das Mal- und Hörbuch gut als Geschenk eignet. Vor allem für Jugendliche und Erwachsene ist es ein wahrer Hingucker, wobei sicher auch Kinder zumindest beim Malen der Motive Spaß haben würden.

Das Hörbuch umfasst 2 Audio-CDs mit einer gesamten Länge von ca. 2h und 30min. Die CDS beinhalten folgende Inhalte, die sich thematisch ebenfalls mit dem Thema „Garten“ befassen:

CD 1:
-Ansage
-Hermann Hesse , Im Garten
-Karel Capek, Wie man einen Garten anlegt
-Hugo von Hofmannsthal, Lob des Gartens
-Elizabeth von Arnim, Aus dem Tagebuch
-Manfred Kyber, Maimännchen
-Erwi Strittmatter, Lob auf den Juni
-Theodor Fontane, Ein Sommer in London & Der Eibenbaum im Parkgarten des Herrenhauses
-Johannes Roth, Was macht der Gärtner im Winter

CD2:
-Plinius der Jüngere , Römische Gärten
-Doris Lessing, der Granatapfel
-Alphonse Daudet , Die Apfelsine
-Giovanni Boccaccio, Das Dekameron
-Jacob und Wilhelm Grimm, Von dem Sommer- und Wintergarten & Schneeweißchen und Rosenrot
-Hans Christian Andersen, Wer war der Glücklichste?

Während mir manche Stücke und Autoren schon bekannt waren, hatte ich auch die Möglichkeit, vieles neu kennen zu lernen und so in den Zaubergarten einzutauchen. Das Konzept, Motive zum Ausmalen, sowie ein Hörbuch passend zu einem Thema zu gestalten war mir bis dato nicht bekannt. Ich habe mich von Vorneherein sehr darauf gefreut, dies zu testen und meine (sehr hohen) Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. Für alle, die sich im Alltag nach Ruhe und Entspannung sehnen, gerne Ausmalen und Hörbücher mögen, spreche ich eine deutliche Empfehlung aus. Wie oben schon erwähnt eignet sich dieses Mal- und Hörbuch auch sehr gut, um es mit Freunden zu teilen und gemeinsam die Entspannung zu genießen.

Cover: 
Mein Zaubergarten

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Rezension zu „Die Sprache der Knochen“ von Kathy Reichs

Klappentext:
In „Die Sprache der Knochen“ sieht sich die forensische Anthropologin Tempe Brennan vor einige Rätsel gestellt – darunter auch, was sie auf den Heiratsantrag von Detective Andrew Ryan antworten soll. Doch die Fragen zu ihrem Familienstand treten in den Hintergrund, als eine Hobbydetektivin behauptet, menschliche Überreste in Brennans Labor einer vermissten jugnen Frau zuordnen zu können. Tempe beschließt, die Hinweise ernst zu nehmen und die Spur weiter zu verfolgen, die auf einen Mord hinzudeuten scheint. Doch kaum in die Ermittlungen eingestiegen, zieht es Brennan in die düstere Welt einer fanatischen religösen Gemeinschaft. Deren streng gehütete Geheimnisse muss Brennan schnellstens aufdecken, will sie weitere Todesfälle verhindern.

Mit dem neuesten Fall für Tempe Brennan knüpft Kathy Reichs nahtlos an ihren letzten Erfolg, den SPIEGEL-Bestseller „Knochen lügen nie“, an und hilft ihrer weltweit millionenstarken Fangemeinde, die „Sprache der Knochen“ noch besser zu verstehen.

Über die Autorin:
Kathy Reichs, geboren in Chicago, lebt in Charlotte und Montreal. Sie ist Professorin für Soziologie und Anthropologie und unter anderem als forensische Anthropologin für gerichtsmedizinische Institute in Quebec und North Carolina tätig. Ihre Romane erreichen regelmäßig Spitzenplätze auf internationalen und deutschen Bestsellerlisten und wurden in 30 Sprachen übersetzt.

Rezension:
Als bekennender Fan von Kathy Reichs war klar, dass ich auch dieses Buch von ihr unbedingt lesen muss. Der vielversprechende Klappentext hat diese Leselust noch gesteigert, sodass ich es kaum abwarten konnte, mich auf das Buch zu stürzen.

Eines der Merkmale, das mir an Reichs‘ Art zu schreiben besonders gefällt, ist, dass sie es schafft, die Fälle von Tempe perfekt mit ihrem Privatleben zu kombinieren. Somit schafft sie zwei spannende Ebenen, die mich beide sehr gefesselt haben. Ein weiteres Highlight war, dass der vorliegende Fall sehr außergewöhnlich gestaltet und perfekt durchdacht ist. Man merkt, dass die Autorin viel Erfahrung im Schreiben hat, weil wirklich alles stimmig ist, was in meinen Augen eine große Besonderheit ist. Mich hat das Buch regelrecht in seinen Bann gezogen, sodass ich nach dem Lesen gewissermaßen „geflasht“ war und noch lange über die Hintergründe der beschriebenen Geschehnisse gegrübelt und nachgedacht habe.

Obwohl es sich hier schon um den 18. Band um die Anthropologin Tempe handelt, hatte ich das Gefühl, dass Kathy Reichs immer weider spannende und reizvolle Themen findet, die ihr als Hintergründe für die Verbrechen dienen. Wie im Klappentext erwähnt wird, spielt in „Die Sprache der Knochen“ eine Sekte eine zentrale Rolle, was für mich einer der Gründe war, warum dieses Buch ein absoluter Pageturner ist.

Insgesamt hatte ich beim Lesen viel Spaß und Spannung, sodass ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen kann – auch an diejenigen, die bisher noch nichts von Kathy Reichs gelesen haben.

Cover:
Die Sprache der Knochen

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Rezension zu „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen

Klappentext:
Nicht weniger als fünf Töchter haben die Bennets standesgemäß unter die Haube zu bringen. Kein leichtes Unterfangen für eine Familie auf dem Land, die nur über ein bescheidenes Vermögen verfügt. Ausgerechnet die intelligente Elizabeth, das Lieblingskind des Vaters, erweist sich als besonders schwieriger Fall. Zum allgemeinen Unverständnis hat sie die Stirn, den Antrag eines wohlsituierten Pfarrers auszuschlagen. Statt dem Drängen der Familie nachzugeben, folgt Elizabeth hartnäckig ihrem eigenen Urteil …

Über die Autorin:
Jane Austen (1775-1817) wurde in Steventon, Hampshire, geboren und wuchs im elterlichen Pfarrhaus auf. Nach Meinung ihres Bruders führte sie „ein ereignisloses Leben“. Sie heiratete nie. Ihre literarische Welt war die des englischen Landadels, deren wohl kaschierte Abgründe sie mit feiner Ironie und Satire entlarvte. Psychologisches Feingefühl und eine lebendige Sprache machen ihre scheinbar konventionellen Liebesgeschichten zu einer spannenden Lektüre. Vor einigen Jahren wurde Jane Austen auch vom Kino wiederentdeckt: Sinn und Sinnlichkeit mit Emma Thompson und Kate Winslet gewann 1996 den Golden Globe als bester Film des Jahres und den Oscar für das beste Drehbuch; Stolz und Vorurteil mit Keira Knightley war 2006 für vier Oscars nominiert.

Rezension:
Nachdem ich das Buch schon längere Zeit lesen wollte, habe ich nun die Chance genutzt, als es mir im Bloggerportal vorgeschlagen wurde. Die Geschochte, die ungefähr im 18./19. Jahrhundert spielt, hat mich neugierig gemacht, weil es um ein stets präsentes Thema geht: Liebe.

Ich habe bereits viele historische Romane gelesen (die in der aktuellen Zeit geschrieben wurden) und bei „Stolz und Vorurteil“ hat man sprachlich noch einmal klar gemerkt, dass es sprachlich in einer anderen Zeit spielt. Das ist anfangs gewöhnungsbedürftig, war für mich aber keineswegs negativ. Der Umstand, dass vor 200 Jahren andere Sitten und Gegebenheiten herrschten erklärt auch, warum die Charaktere in manchen Situationen ganz anders handeln, als es heute bei uns üblich wäre. Diese gesellschaftlichen und historischen Einblocke in die damalige Zeit haben mir sehr gut gefallen.
Thematisch geht es um Familie Bennett, die aus den beiden Elternteilen und deren fünf Töchtern besteht. Vor allem die Mutter ist sehr bestrebt, ihre Töchter, die mittlerweile junge Frauen sind, möglichst standesgemäß bzw. aufwertend zu verheiraten. Damit möchte sie der Familie ein finanzielles Polster und auch ein gewisses soziales Ansehen schaffen – eine sehr interessante Thematik, wie ich finde. Der Fokus der Erzählung liegt auf Elizabeth und ihrer Schwester Jane. Da die Mutter der jungen Frauen auf der Suche nach passenden Schwiegersöhnen ist, tauchen direkt zu Beginn des Buches mehrere mögliche Kandidaten für Hochzeiten auf, die der Leser immer besser kennen lernt. Sie sind charakterlich sehr unterschiedlich, was viel Spannung und Abwechslung bietet. Mich haben die vielen Charaktere vor allem zu Anfang des Romans verwirrt, weil Personen teilweise abwechselnd mit Vor- und Nachnamen angesprochen wurden und es mehrere Nebencharaktere gibt, sodass ich oft nicht wusste, wer gerade wer ist. Das hat sich allerdings gegen Ende des Buches aufgelöst, weil ich dann zumindest die Hauptfiguren namentlich auseinander halten konnte.

Die Charaktere wurden sehr umfassend beschrieben, sodass man sich gut in sie hineinfühlen konnte, auch wenn aufgrund der damaligen Zeit, einige Sachn anders gehandhabt wurden, als es heute der Fall wäre. Während des Lesens merkt man immer mehr, wie gut der Titel zu dem Roman passt und welche Einflüsse die gesellschaftlichen Gegebenheiten damals auf das Leben der Personen hatten. Trotzdem ist das Thema natürlich aktuell, sodass mich das Lesen des Buches sehr zum Nachdenken über mein eigenes Verhalten angeregt hat, was ich als positiven Effekt empfand. Ich finde die Bekanntheit und Beliebtheit des Buches daher definitiv gerechtfertigt und würde jedem die Lektüre dieses tiefgründigen Buches empfehlen, weil es nicht „nur“ ein Liebesroman ist, sondern auch ein gesellschaftskritisches Werk, was gut zur Allgemeinbildung beiträgt.

Cover:
Stolz und Vorurteil

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